Marius Göbel nutzt den Talweg für seine Spaziergänge mit dem Kinderwagen. Er freut sich darüber, dass die Straße saniert wird. © Daniel Immel
Nach Hochwasserschaden

„Schon zwei Wasserkisten gebunkert“ – Talweg für Sanierung gesperrt

Die Asphaltdecke des Talweges am Hauptfriedhof wurde beim Unwetter zu großen Teilen zerstört. Nun wird saniert. Friedhofsbesucher und Anwohner müssen mit Einschränkungen leben.

„Dann kann man endlich wieder mit dem Kinderwagen da durch, ohne dass das Kind durch den Wagen fliegt“, erzählt Marius Göbel mit einem Lachen. Der junge Familienvater ist mit Kinderwagen und seiner Tochter auf dem Talweg unterwegs.

Er schiebt den Wagen, in dem die Kleine sitzt. Zwar ist er kein direkter Anlieger des Talweges, da er in einer Seitenstraße wohnt. Dennoch benutzt er die Straße, zum Beispiel für Spaziergänge. Gemeinsam würden sie regelmäßig zum Friedhof laufen. Der Talweg ist der direkte Weg dorthin.

Talweg wird saniert

Familienvater Marius Göbel freut sich über die Sanierung des Weges, die nun ansteht. Der Grund ist nachvollziehbar: Am 14.7. wurde der Talweg auf einer Länge von 200 Metern beschädigt – 2.000 Quadratmeter Asphaltdecke sind bei einem unwetterbedingten Hochwasser zerstört worden. Seitdem bestand die Straße aus einigen tiefen Schlaglöchern.

Ein Teil der Löcher wurde übergangsweise ausgebessert, um zumindest ein Befahren zu ermöglichen und Sicherheit zu gewährleisten. Der Rest wurde abgesperrt. Fortan glich die Straße einem Flickenteppich.

Mehrere Absperrungen deuten auf die Schlaglöcher in der Asphaltdecke des Talweges in Brackel hin. © Daniel Immel © Daniel Immel

All das war nur eine Zwischenlösung. Denn seit dem 28.7. wird der Talweg nun saniert. Die Arbeiten würden mindestens 14 Tage dauern, teilt die Leiterin des Dortmunder Tiefbauamtes Sylvia Uehlendahl mit. Von der Hörder Straße aufwärts wird die Asphaltdecke auf einer Länge von rund 280 Metern erneuert – die angrenzenden Gehwege jedoch nicht.

Weitere Route als Option

Für die Ausbesserungsarbeiten wird die Straße dann allerdings vollständig gesperrt. Daraus resultiert, dass der direkte und schnellste Weg zum Friedhof vorübergehend nicht benutzt werden kann.

Tiefbauamt verteilt Schreiben an Anwohner

Die Einschränkung trifft die Anwohner des Talwegs und die Besucher des Friedhofs sein, die auf ein Auto angewiesen sind. Für die Zeit der Baustelle erreichen Anlieger ihre Häuser über eine Schottertragschicht, wie die Stadt Dortmund aufklärt. Die Friedhofsbesucher werden auf die anderen Eingänge des Friedhofes verwiesen.

Eine Anliegerin, sie möchte namentlich nicht genannt werden, da sie Konflikte befürchtet, hat sich bereits im Vorfeld auf die Sperrung der Straße vorbereitet: „Ich habe schon mal zwei Wasserkisten gebunkert.“

Seitens des Dortmunder Tiefbauamtes habe sie ein Schreiben erhalten, sie sei also gut vorbereitet. Das Auto stünde in der Nachbarschaft. Für sie sei die Zeit der Baustelle absolut in Ordnung.

Im Gespräch wird deutlich, dass für die Anwohnerin das Positive überwiegt: „Wir freuen uns, dass wir die Straße dann wieder sicher befahren können. Denn so kann es nicht bleiben. Das ist auch für Fahrradfahrer gefährlich. Es ist ja ein erhebliches Sicherheitsrisiko, da bin ich froh, dass das so schnell überhaupt gemacht wird.“

Sie erklärt, dass in den kommenden Wochen zwar ein Parkproblem in den Seitenstraßen denkbar wäre: „Ich hoffe aber, dass man dennoch fündig wird.“ Auch für die Besucher des Friedhofs befürchtet sie keine großen Probleme, da es genug andere Zuwege gebe.

Der Talweg in Brackel ist gesperrt. Die Sanierung kann beginnen. © Daniel Immel © Daniel Immel

Anderer Zubringer zum Friedhof vorhanden

Katrin Patz ist so eine Besucherin des Friedhofs. Für sie dient der Talweg schon lange als Zubringer. Die Sanierung der Straße befürwortet sie dennoch: „Das kann ja nicht so bleiben, wie es jetzt ist.“

Dennoch empfindet sie es als Nachteil, dass der Talweg dann gesperrt würde. Die alternative Route zum Friedhof müsse sie erst mal finden. Sie verläuft übrigens oberhalb der Eisenbahntrasse und beginnt bei der Bahnstation „Dortmund Knappschaftskrankenhaus“.

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