Naturschutzgebiet

Steg am Lanstroper See wieder begehbar – aber nur vorübergehend

Der Steg im Naturschutzgebiet Lanstroper See war einige Wochenv lang nicht begehbar. Das hat viele Wanderer gestört, weil eine beliebte Wanderroute über den Steg führt. Nun ist er wieder frei.
Der Steg am Lanstroper See ist wieder begehbar. Allerdings soll er langfristig noch einmal von Grund auf saniert werden. © Andreas Schröter

Die Steganlage im Naturschutzgebiet Lanstroper See kann vorläufig wieder genutzt werden. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat sie provisorisch repariert. Er hat mehrere Holzbohlen ausgetauscht, Verankerungen des Geländers mit Stahlwinkeln verstärkt und an einer Stelle Abstützungen der Hauptträger vorgenommen.

Damit sei die Verkehrssicherheit zunächst wiederhergestellt, so teilt der Verband mit. Es handele sich jedoch nur um eine vorübergehende Lösung, eine Erneuerung aller Holzbauteile sei weiterhin geplant.

Schäden am Steg führten zu Sperrung

Bei der letzten turnusmäßigen Bauwerksprüfung hatte der RVR Schäden am Steg festgestellt, die eine sofortige Sperrung notwendig gemacht hatten. Der Bauzaun wurde jedoch oft ignoriert. Damit das Naherholungsgebiet während der Pandemie weiterhin sicher zugänglich ist, hat sich der RVR für das Provisorium entschieden, bis die Anlage gründlich saniert werden kann.

Der Lanstroper See entstand um 1963 durch eine Bergsenkung, die den Grundwasserspiegel erreichte und somit dafür sorgte, dass dieses Gebiet dauerhaft überflutet wurde.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil des Naturschutzgebietes ist der westlich des Sees gelegene Hienbergwald, der an die Deponie „Nord-Ost“ grenzt. In der jüngeren Vergangenheit gab es mehrfach Kritik, weil Besucher ihren Müll im Naturschutzgebiet hinterlassen haben.

Lesen Sie jetzt