Im Dortmunder Nordosten gab es mehrere Fälle, in denen Hunde offenbar vergiftet worden waren. Die Polizei hat eine Bitte (Symbolbild). © picture alliance / dpa
Giftköder

Vergiftete Hunde in Dortmund: Die Polizei hat eine Bitte

Zwei Welpen sind in Dortmund mit Vergiftungs-Symptomen gestorben, eine Hündin mit ähnlichen Beschwerden konnte gerettet werden. Sieht die Polizei aktuell eine Häufung von Fällen?

Zwei Welpen sind im Dortmunder Nordosten gestorben, die Symptome deuten auf Vergiftungen hin. Eine Hündin in der Nachbarschaft überlebte ähnliche qualvolle Beschwerden nach mehrmaliger Tierarztbehandlung. Gibt es in der Region aktuell vermehrt Fälle vergifteter Hunde? Wir haben bei der Polizei nachgefragt.

Kraftlosigkeit, Schaum vor und Blut aus dem Maul, Erbrechen und blutiger Durchfall – die Symptome bei Daria Donatos Hündin deuten auf eine Vergiftung hin. In einem Facebook-Beitrag in einer privaten Gruppe für Wickeder hatte die Dortmunderin die Leiden ihrer elfjährigen Hündin Kira mit Menschen aus der Nachbarschaft geteilt und andere Hundehalter gewarnt.

Unter dem Beitrag berichteten Anwohner von weiteren Fällen im April und Anfang Mai in Wickede. In einer nicht-öffentlichen Lanstroper Facebook-Gruppe wurde Anfang Mai zudem ein Foto eines vermeintlichen Giftköders, den eine Passantin gefunden hatte, geteilt.

Fälle vergifteter Hunde in Dortmund womöglich der Polizei nicht bekannt

Es gebe auf Dortmunder Stadtgebiet immer wieder Meldungen über vergiftete Hunde, teilt die Pressestelle der Polizei auf Anfrage mit. „Aber aktuell haben wir keine Kenntnis von einer Häufung von Fällen in gewissen Stadtteilen“, sagt Polizei-Pressesprecherin Amanda Nottenkemper.

Dies schließe aber nicht aus, dass es möglicherweise mehr Fälle vergifteter Hunde gebe – diese seien der Polizei dann aber nicht gemeldet worden. „Wir als Polizei können nur nochmal anbieten, dass wir auch für diese Dinge und Straftaten zuständig sind, gerade wenn Tiere verletzt oder gar getötet worden sind“, unterstreicht Amanda Nottenkemper.

Mögliche Vergiftungen von Tieren der Polizei melden

Die Polizei könne nur tätig werden, wenn sie auch Bescheid wisse. „Wir können nur bitten, das zu melden, weil wir das sonst häufig leider nicht erfahren“, sagt die Polizei-Sprecherin. Das kann passieren, indem Halter der Behörde mögliche Vergiftungen melden oder anzeigen.

Falls jemand aber zufällig mitbekommen sollte, wie eine Person Köder auslegt, sei das auch ein Grund, den Polizei-Notruf zu wählen. „Wenn jemand so etwas beobachtet, sollte man sich merken, wie die Person aussieht, das Alter, die Kleidung und wo der oder die hingeht“, erklärt Amanda Nottenkemper.

„Dann kann man die 110 wählen und dann kann die betreffende Person auch direkt von einem Streifenwagen angesprochen werden.“

Über den Autor
Gebürtiger Dortmunder mit viel Liebe für den großen und kleinen Sport: Hauptsache, es rollt, tickt oder geht ordentlich vorwärts. Ob im Fernsehen, am Spielfeldrand oder selbst mit Ball und Rad unterwegs. Seit 2014 für Lensing Media im Einsatz, erst in Freier Mitarbeit, nun als Volontär.
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Hendrik Nachtigäller

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