Dr. Jan Hendrik Busch hat in seiner Wohnung in Aplerbeck den für einen Orthopäden passenden Kumpel. Busch übernimmt die Praxis von Abdou El-Kareh in Alt-Scharnhorst. © Andreas Schröter
Ruhestand

Wirbelsäulen-Experte übernimmt Praxis in Dortmund Scharnhorst

Ein junger Orthopäde wagt in Alt-Scharnhorst den Schritt in die Selbstständigkeit. Er ist Orthopäde, Sportmediziner und ein Experte für zielgenaue Spritzen in die Wirbelsäule.

In Alt-Scharnhorst steht ein Praxis-Wechsel an. Dr. Jan Hendrik Busch übernimmt die chirurgische Praxis von Dr. Abdou El-Kareh an der Lüttenwiese 21. El-Kareh geht in den Ruhestand.

Busch, der aus Brackel stammt, hat sein Abi am Immanuel-Kant-Gymnasium gemacht und danach Medizin an der Heinrich-Heine-Uni in Düsseldorf studiert. Sein praktisches Jahr hat er in Sidney, Malta und St. Gallen absolviert. Doch dann zog es ihn wieder nach Hause, wie er sagt. Er arbeitete dreieinhalb Jahre am Bethanien-Krankenhaus in Hörde, bevor er gemeinsam mit seinem Chefarzt Dr. Jürgen Hagemeyer ans St.-Josefs-Hospital – ebenfalls in Hörde – wechselte. Dort bekleidete er später eine Funktionsoberarztstelle. Im Juli 2018 wechselte er als Oberarzt ans Klinikum Hochsauerland nach Arnsberg.

Der Schritt in die Selbstständigkeit

Doch auch dort wollte er irgendwann wieder näher bei seiner Familie leben. Er wechselte zum renommierten Grönemeyer-Institut für Mikrotherapie nach Bochum, wo er in den vergangenen eineinhalb Jahren gearbeitet hat. Nun wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit und gibt zu, dass das mit einer gewissen Aufregung verbunden ist.

So sieht die Praxis an der Lüttenwiese 21 aus, die Dr. Jan Hendrik Busch nun übernimmt
So sieht die Praxis an der Lüttenwiese 21 aus, die Dr. Jan Hendrik Busch nun übernimmt. © Andreas Schröter © Andreas Schröter

Derzeit werde die Praxis an der Lüttenwiese noch renoviert, die EDV-Anlage modernisiert und neues Mobiliar angeschafft. Aber Busch hofft, ab der zweiten Januarwoche die ersten Patienten dort behandeln zu können. Schwerpunkte werden Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin sein.

Busch, der wie El-Kareh auch D-Arzt (Durchgangsarzt) ist und demnach Arbeits-, Schul- und Wegeunfälle behandeln darf, kennt sich besonders gut mit zielgenauen Spritzen in die Wirbelsäule aus. Er übernimmt das Team an Medizinischen Fachangestellten (MFA – vier Mitarbeiterinnen) von Abdou El-Kareh und stellt eine weitere Mitarbeiterin ein, die ihn aus Bochum begleitet.

Seinen Vorgänger kennt Jan Hendrik Busch vom Altherrenfußball bei OSC Dortmund. Die beiden Freunde waren sich schon länger einig über die Praxisübernahme. Allerdings entscheidet das die Kassenärztliche Vereinigung, und die hat ihr Okay erst im November gegeben. Busch wohnt in Aplerbeck, ist verheiratet, hat eine dreijährige Tochter und einen Appenzeller Sennenhund. Er mag Fußball – passiv und aktiv – und joggt gerne. Außerdem ist er zweimal im Monat noch als Notarzt unterwegs – etwas, das er beibehalten möchte.

Natürlich würde er sich freuen, wenn die Patienten von Dr. El-Kareh künftig auch in seine Praxis kommen würden. Die alten Patientenakten darf er allerdings erst nach schriftlicher Einverständniserklärung dieser Patienten öffnen. Etwas, das zu dem passt, was Busch schon jetzt über die Selbständigkeit gelernt hat: Sie hat mit viel Bürokram zu tun.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Ich fahre täglich durch den Dortmunder Nordosten und besuche Menschen, die etwas Interessantes zu erzählen haben. Ich bin seit 1991 bei den RN. Vorher habe ich Publizistik, Germanistik und Politik studiert. Ich bin verheiratet und habe drei Töchter.
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Andreas Schröter

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