Der Vorsitzende der Awo in Asseln, Husen und Kurl schätzt „rein theoretisch“ mit etwa hundert Fahrgästen. © Andreas Schröter
Corona-Impfung

Zum Impfzentrum: Awo im Dortmunder Osten bietet Fahrdienst an

Ein Ortsverein der Awo will einen besonderen Fahrtenservice organisieren, um über 80-jährige Dortmunder zum Impfen zu bewegen. Aber nicht jeder kann den Service in Anspruch nehmen.

Bald kann das Impfzentrum in der Warsteiner Music Hall seine Arbeit aufnehmen – auch wenn sich der Start unlängst um eine Woche nach hinten verschoben hat. Ab dem 8. Februar soll es jetzt mit Dortmundern ab 80 Jahren losgehen, die nicht in Pflegeheimen leben.

Der Ortsverein Asseln, Husen und Kurl der Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat sich einen besonderen Service für seine Mitglieder einfallen lassen. Er bietet Fahrten zum Impfzentrum in Hörde an. „Von Tür zu Tür sozusagen“, erläutert Vereinsvorsitzender Norbert Roggenbach das Prinzip.

So kann man sich für den Fahrservice anmelden

Wer einen Impftermin hat, kann sich schriftlich über SMS oder Whatsapp an die 0172 1751849 oder per E-Mail an awoasseln@dokom.net wenden. Um planen zu können, werden folgende Angaben benötigt: Name, Abhol-Anschrift und Impftermin (Datum und Uhrzeit).

Norbert Roggenbach geht „rein theoretisch“ von hundert Personen aus, die für die Fahrten in Frage kommen. Von den 400 Vereinsmitgliedern sei etwa ein Viertel über 80 Jahre und damit in der ersten Impf-Runde dran.

Hemmschwelle senken, Impfbereitschaft erhöhen

„Wir wollen mit dem Service die Hemmschwelle senken, sich impfen zu lassen“, erklärt Roggenbach. Wer den Weg mit dem öffentlichen Nahverkehr meistern müsse, schrecke eventuell vor einem Termin zurück.

„Mit dem Rollator in die Straßenbahn reinzukommen, ist nicht so einfach.“ Außerdem müsse man umsteigen und zum Impfzentrum selbst noch ein Stück laufen. Manch einer kann das eventuell nicht und auch ein Taxi wäre zu teuer. Immerhin sind es gut 30 Kilometer hin und zurück.

Für die Fahrten von Brackel nach Hörde setzt die Awo ihren Transporter ein. „Wir werden uns stringent an die Hygieneregeln halten“, verspricht Roggenbach. Er geht davon aus, dass maximal zwei Fahrgäste zeitgleich transportiert werden dürfen. Eigentlich ist der Kleinbus für acht Passagiere ausgelegt.

Das kostet der Service

Für die Hin- und Rückfahrt veranschlagt die Awo eine Kostenbeteiligung von 7,50 Euro. „Wir verdienen daran keinen Pfennig, zahlen vermutlich eher noch drauf“, versichert der Vereinsvorsitzende. Von dem „Solidaritätszuschlag“ müsse der Fahrer, der auf 450-Euro-Basis arbeiten wird, bezahlt werden.

Der Service richte sich aber nur an die Awo-Mitglieder. „Wir können derzeit keine Dienstleistungen anbieten“, so der Vereinsvorsitzende.

Wichtig zu betonen, ist Norbert Roggenbach noch ein Aspekt: „Wer offensichtliche Erkältungssymptome hat, wird nicht transportiert.“

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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