Afrikahilfe

Zwei Dortmunder wollen Müllprobleme in Guinea bekämpfen

Hygiene ist in Corona-Zeiten wichtiger denn je. Das Müllproblem in einem Land wie Guinea wirkt in dieser Hinsicht kontraproduktiv. Hilfe kommt nun auch aus dem Dortmunder Nordosten.
Die Dortmunder Mamadou Bobo Barry (l.), und Hans Walter von Oppenkowski trafen den Botschafter Guineas in Berlin, Mamadou Siradiou Diallo. © privat

Der aus Guinea stammende Scharnhorster Bezirksvertreter Mamadou Bobo Barry (Bündnis 90/Die Grünen) und Hans-Walter von Oppenkowski vom Projekt Anpfiff zur Vielfalt & Integration bei SF Brackel 61 unternahmen jüngst eine Reise nach Berlin. Sie trafen dort den Botschafter Guineas, Mamadou Siradiou Diallo, der sich bei den beiden Dortmundern bedankte.

Die beiden hatten sich an einer Projektpartnerschaft zwischen den Städten Dortmund und Dabola (Guinea) beteiligt, die 2019 vom Büro für Internationale Beziehungen der Stadt Dortmund ins Leben gerufen worden war. Insgesamt 13.000 Euro sind in diesem Zusammenhang bereits für Hygieneartikel und Schutzkleidung in Krankenhäusern und Schulen nach Afrika überwiesen worden.

Müllsituation ist Hauptproblematik in Guinea

Es ist außerdem geplant, eine Fachkraft in Dabola, einzusetzen, die die Situation vor Ort analysiert, was die Müllproblematik betrifft.

„Die Müllproblematik kann nur über eine Bewusstseinsänderung im Kopf der Menschen erfolgen. Dies versuchen wir über die Schulen und mit der Bevölkerung direkt zu erreichen“, so von Oppenkowski. Mamadou Bobo Barry ergänzt: „Das derzeitige Abfallwirtschafts-/Sammelsystem in Dabola ist unzureichend und wirft enorme Gesundheits- und Umweltprobleme auf.“ Es gehe auch darum, ökonomisches Interesse vor Ort zu wecken und Arbeitsplätze zu schaffen.

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