Nach dem Sieg gegen den Lüner SV musste der ASC nun eine Niederlage gegen einen weiteren Westfalenligisten einstecken. © Günther Goldstein
Fußball

„60 Minuten überragend“ – ASC verliert gegen Westfalenligisten und hat drei Verletzte

So bitter kann Fußball sein: Der ASC 09 hatte im Testspiel am Dienstagabend alles im Griff - nur um am Ende mit einer Pleite vom Feld zu gehen. Der Trainer war „sauer“.

Samir Habibovic, Sportlicher Leiter des ASC 09 Dortmund, war nach den 90 Minuten voll des Lobes für seine Jungs. „Das war 60 Minuten überragend.“ Trotzdem stand am Ende eine knappe Pleite gegen einen klassentieferen Gegner. Wie war das möglich?

Der ASC 09 beherrschte den SV Sodingen – trainiert von Thomas Falkowski – total. Aplerbecks Trainer Antonios Kotziampassis sprach davon, dass sein Team deutlich hätte führen müssen. „Wir haben eine richtig, richtig gute erste Halbzeit gespielt“, so der Coach. „Sodingen war gut bedient mit dem 1:0.“

Den ersten – und am Ende einzigen – Treffer des Oberligisten erzielte Kevin Brümmer nach 18 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt konnte niemand davon ausgehen, dass der ASC nicht mit einem Sieg vom Platz gehen würde. Mehrmals hatten die Aplerbecker die Möglichkeit, zu erhöhen. „Das war sehr ordentlich“, erklärte Kotziampassis.

Nach der Pause – der ASC wechselte gut durch – brauchte der Klub zwar, um wieder in Tritt zu kommen, dominierte den SV Sodingen aber weiterhin. „Wir hatten weiterhin alles im Griff, obwohl wir eine kleine Phase hatten, wo wir uns finden mussten“, sagte der Trainer. Dass der ASC dann dennoch als Verlierer den Platz verließ, lag an individuellen Fehlern.

„Die Gegentore waren naiv verteidigt“, so Kotziampassis. „Die dürfen so nicht passieren. Sodingen macht aus drei Chancen zwei Tore.“ Deswegen sei er über das Ergebnis auch „sauer und enttäuscht, weil wir ein gutes Spiel gemacht haben“. Enrique Kanapin (66.) und Philip Breilmann (83.) drehten das Spiel.

Bei aller Enttäuschung über das Ergebnis war Kotziampassis aber auch glücklich über das Spiel seiner Elf. „Von der Art und Weise war es richtig gut. Da bin ich sehr zufrieden mit den Jungs.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Samir Habibovic. Es sei aufgrund der starken 60 Minuten „unwichtig, dass wir am Ende verloren haben. Wir sind auf dem richtigen Weg und haben richtig guten Fußball gespielt.“

Bitter – neben dem Ergebnis – war, dass der ASC drei Verletzte nach dem Spiel zu beklagen hatten. Mike Schäfer, Luis Weiß und Maximilian Podehl mussten mit muskulären Problemen rausgenommen werden. Schlimmere Verletzungen befürchtete Kotziampassis aber nicht. „Ich hoffe, wir haben sie rechtzeitig ausgewechselt“, so der Trainer. „Für die nächsten ein, zwei Tage werden sie aber ausfallen.“

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