Amateurfußball

Abbruch-Welle: Die nächsten Fußballverbände annullieren ihre Spielzeit

Die Corona-Lage lässt es nicht anders zu: Die nächsten Fußballverbände haben bekannt gegeben, dass sie ihre Saison abbrechen und annullieren werden. Weitere stehen unmittelbar vor diesem Schritt.
Mehrere Fußballverbände haben bekanntgegeben, dass ihre Saison abgebrochen wird. © Jens Lukas

Die nächsten Fußballverbände kapitulieren vor der Corona-Pandemie und werden die derzeit unterbrochene Spielzeit komplett abbrechen. Eine entsprechende Annullierung der bislang gespielten Partien werde folgen. Wir liefern einen Überblick über die aktuellen Entscheidungen der Verbände.

Saarland:

„Der Abbruch der Saison 2020/2021 ist aufgrund der mit der Corona-Pandemie einhergehenden Beschränkungen letztlich alternativlos. Auf absehbare Zeit ist aufgrund der derzeit geltenden Rechtslage kein Spielbetrieb mit Zuschauern möglich. Auch der Trainingsbetrieb ist aufgrund der Bestimmungen organisatorisch kaum zu stemmen“, wird Heribert Ohlmann, Präsident des Saarländischen Fußballverbands (SFV) auf der Internetseite des Verbandes zitiert.

Dabei werde es weder Auf- noch Absteiger im Saarland geben. Die Spielklassenzugehörigkeit der jeweiligen Klubs im Männer- und Frauenbereich bleiben somit gleich. Anders sieht es beim Landespokal aus. Dort habe der Verband noch keine abschließende Entscheidung gefällt.

Thüringen:

Der Thüringer Fußballverband (TFV) liebäugelt mit einem Abbruch des unterbrochenen Spielbetriebs. „Die getroffenen politischen Entscheidungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie die Verlängerung des Lockdowns bis zum 18.04.2021 veranlassten die spielleitenden Ausschüsse des TFV eine aktuelle Situationseinschätzung durchzuführen. Dabei kam man übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass es nunmehr unmöglich ist, eine sportliche Beendigung der laufenden Spielzeit unter Berücksichtigung der erforderlichen Öffnungsschritte und einer ausreichenden Vorbereitungszeit zu realisieren“, wird Bertram Schreiber, Vizepräsident des TFV, auf der Homepage des Verbandes zitiert.

„Die von den Ausschüssen getroffenen Beschlussvorlagen soll der Vorstand des TFV auf seiner Sitzung am 19. April bestätigen. Votiert der Verbandsvorstand dafür, wird die Saison 2020/21 in allen Spiel- und Altersklassen von den Kreisklassen bis zur Thüringenliga abgebrochen“, schreibt der Verband weiter, der für einen Abbruch ohne Auf- und Absteiger plädiere. Sonderregelungen könne es aber in überregionalen Spielklassen wie der Oberliga geben.

Zudem wolle der TFV die noch offen stehenden Pokalwettbewerbe sportlich zu Ende bringen. Der TFV verfolge dabei das Ziel, „unter allen Umständen einen Teilnehmer für den DFB-Pokal zu stellen.“

Hessen:

Ähnlich stellt sich die Situation beim Hessischen Fußballverband (HFV) dar. Auch der HFV hat sich wie die Saarländer zu einem Abbruch der Saison bereits entschlossen. Es sei absehbar, dass eine für eine Wertung nötige Hinrunde nicht vollständig abgeschlossen werden könne.

„Natürlich fällt es uns nicht leicht, diesen Schritt zu gehen, da wir dafür stehen, den Vereinen die Wettbewerbsspielmöglichkeit zu bieten. Wir stehen für den Fußball und wollen, dass Fußball gespielt wird. Aber dieser Weg der Entscheidungsfindung ist kein Schnellschuss, sondern ein sorgsam vorbereiteter, breit abgestimmter und wohl überlegter Prozess“, wird HFV-Präsident Stefan Reuß auf der Internetseite des Verbandes zitiert.

Im Raum steht dabei ein Abbruch der Saison mit anschließender Annullierung aller Spiele. Aufsteiger und Absteiger gäbe es dann entsprechend nicht.

Rheinland:

Auch der Fußballverband Rheinland wird seine Spielzeit 2020/21 komplett einstellen und annullieren. „Diese Entscheidung hat der Beirat des Fußballverbandes Rheinland auf Antrag des FVR-Präsidiums am heutigen Samstag einstimmig und ohne Enthaltung getroffen. Sie gilt sowohl für die Senioren und Frauen als auch für die Juniorinnen und Junioren“, schreibt der Verband auf seiner Homepage.

Der Bitburger Rheinlandpokal, der Rheinlandpokal der Frauen sowie die IKK-Rheinlandpokale der Junioren sollen zu Ende gespielt werden, heißt es. Voraussetzung ist allerdings, dass die Verfügungslage es erlaube. Zudem sollen die Bitburger Kreispokalwettbewerbe nach Möglichkeit sportlich beendet werden.

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