Philipp Rosenkranz (l.) sah in der zweiten Halbzeit gegen den BSV Schüren die Rote Karte. © Stephan Schütze
Hecker-Cup

ASC-Routinier sieht Rot – würden Sie das Foul so nochmal ziehen, Philipp Rosenkranz?

Der ASC 09 Dortmund ist im Viertelfinale ausgeschieden. Pechvogel der Partie war Philipp Rosenkranz, der ein Foulspiel zog, das zur Roten Karte und zum Gegentor führte. Aber was sagt der Verteidiger dazu?

Es war die Szene, die das Spiel zum Kippen brachte. Philipp Rosenkranz lieferte sich in der 54. Minute des Hecker-Cup-Viertelfinals zwischen dem ASC 09 Dortmund und dem BSV Schüren einen Zweikampf mit Kamil Bednarski.

Der BSV-Stürmer spurtete auf das ASC-Tor zu, Rosenkranz zog ihn am Trikot, war letzter ASC-Mann. Der Unparteiische zögerte nicht lange und schickte den Abwehrmann mit der Roten Karte vom Platz. Zudem gab es einen Freistoß, den Bednarski selbst zum 1:1-Ausgleich verwandelte. Am Ende jubelte Schüren nach Elfmeterschießen. Ein gebrauchter Tag für Aplerbeck und für Rosenkranz.

Der ASC ist also raus aus dem Hecker-Cup, als Ausrichter. Eine bittere Woche für die ASC-Verantwortlichen und auch die Spieler. Entsprechend enttäuscht zeigte sich auch Philipp Rosenkranz, als wir ihn am Mittwoch – einen Tag nach dem Ausscheiden – telefonisch erreichen. „Vor allem am Dienstagabend war ich sehr enttäuscht. Mittlerweile habe ich aber auch mit unserem Co-Trainer Florian Bartel gesprochen und richte meinen Blick jetzt wieder auf das Positive“, sagt Rosenkranz.

Rosenkranz musste beim Stand von 1:0 für den ASC binnen Sekunden entscheiden, ob er das Foul gegen Bednarski zieht oder nicht. Nach einem Missverständnis zwischen ihm und Mike Schäfer erkannte Bednarski die Lücke und lief auf ASC-Keeper Mauritz Mißner zu, Rosenkranz griff kurz nach dem Trikot Bednarskis und der ließ sich sofort fallen. „Als Verteidiger möchtest du das Tor natürlich verhindern. Ich würde es in dieser Szene nochmal versuchen, es clever zu machen. Fußball kann brutal sein, sodass eine Szene ein ganzes Spiel kippt“, sagt Rosenkranz, der nun zwei Spiele zusehen müsse.

Die Aplerbecker verloren schließlich im Elfmeterschießen gegen den BSV, weil Marcel Münzel seinen Elfmeter gegen BSV-Torwart Sascha Samulewicz verschoss. „Am meisten tat es mir am Ende für die Jungs leid. Unabhängig davon stehen wir aber zusammen. Es waren einige positive Ansätze zu sehen. Wir haben ein paar Schritte nach vorne gemacht, aber es ist noch Luft nach oben. Wir müssen noch ein paar Gänge hochschalten“, sagt Rosenkranz.

Für die nächsten Wochen hofft der Routinier, dass die zuletzt angeschlagenen Spieler wieder komplett fit werden. „Wir müssen die nächsten Wochen hart arbeiten, damit wir taktisch und physisch noch einen Schritt weiterkommen. Man muss den Klassenunterschied bald sehen“, so Rosenkranz abschließend, der das Hecker-Cup-Finale am Samstag verfolgen werde – nur halt neben und nicht auf dem Platz.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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