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Fußball

B-Ligist SV Westrich holt 3:3 gegen Bezirksligisten – Personaldecke wird dicker

Ein Remis, das sich anfühlt ein Sieg? Das hat der SV Westrich erlebt. Im vierten Vorbereitungsspiel erkämpfte der B-Kreisligist ein 3:3 gegen einen Bezirksligisten. Coach Tobias Ahland war zufrieden.

Es geht aufwärts mit dem SV Westrich. Die ersten drei Vorbereitungsspiele auf die neue Saison verliefen eher weniger erfreulich. Zwei Niederlagen und ein Remis standen unterm Strich – wenig berauschend, aber auch nicht beunruhigend, hatten die Westrichter doch die ersten drei Testspiele allesamt gegen ranghöhere Teams ausgemacht.

Am Freitagabend dann ein echtes Erfolgserlebnis. Der B-Kreisligist aus dem Dortmunder Westen erkämpfte sich ein mehr als achtbares 3:3 gegen den Bezirksligisten ASC II.

Ahland: „Genügend Chancen, um zu gewinnen“

„Wir hatten sogar genügend Chancen, um zu gewinnen“, bilanzierte Westrichs Coach Tobias Ahland, der andererseits unterstrich, dass Ergebnisse in der Vorbereitung keinerlei Rolle spielen würden. Viel wichtiger sei die Tatsache, dass seine Jungs die Vorgaben im taktischen Bereich im vierten Testspiel viel besser umgesetzt hätten als in den Spielen zuvor. „Ich habe meinen Jungs auch gar keinen Vorwurf gemacht. Nach der langen Pause wegen der Corona-Pandemie war es gar nicht so einfach, meine Vorgaben auf dem Platz umzusetzen. Es absolut legitim, zumal unser Kader in den ersten Vorbereitungswochen in den Spielen und beim Training stark ausgedünnt war“, erklärte Ahland.

Der Personalnotstand hat sich seit einer Woche gemildert, die Spielerdecke – auch im Training – ist nicht mehr so dünn wie zuvor. „Viele Spieler haben ihre leichten Verletzungen, die sie sich zu Beginn der Vorbereitung zugezogen hatten, mittlerweile überstanden. Und einige Spieler sind auch bereits aus dem Urlaub zurückgekehrt“, erklärte Ahland. Für das Problem mit den Nach-Corona-Verletzungen im Fußball hat Ahland durchaus Verständnis. Natürlich hätten die Jungs in der spielfreien Zeit trainiert, aber lange Läufe seien nun mal was anderes als die abstockenden Bewegungen im Fußball. „Gegen diese leichten Muskelverletzungen kann man sich leider nicht wirklich schützen“, so Ahland.

Dass es mit größerer Personaldecke leichter ist, taktische Maßnahmen besser umzusetzen, spürten die Beobachter am Freitagabend beim Aufeinandertreffen gegen den Bezirksligisten ASC 2. „Das war unser erstes Spiel, in dem wir wirklich überzeugt haben. Und auch wenn das Ergebnis nicht die höchste Priorität besitzt, dieses 3:3 fühlt sich für uns an wie ein Sieg“, formulierte der Westricher Coach.

Aufstieg ist das ausgegebene Ziel

Ahland war zudem äußerst zufrieden mit der Leistung der Neuzugänge: „Menschlich und sportlich passen alle Jungs in unserer Mannschaft, ich bin absolut zuversichtlich.“ Was Ahland damit meint, ist klar. Der Aufstieg in die Kreisliga A soll in dieser Saison endlich realisiert werden.

„Wir waren in den vergangenen Jahren Fünfter, Dritter und Zweiter. Wir haben als Ziel den Aufstieg in die Kreisliga A ausgegeben, das muss auch in der kommenden Saison unser Anspruch sein. Die Qualität in der Mannschaft ist vorhanden“, zeigte sich der Coach zuversichtlich, was das Thema Aufstieg angeht.

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Freier Mitarbeiter
Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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