Ein Dortmunder Juniorentrainer wechselt den Verein. © dpa
Fußball

Bekannter Juniorentrainer verlässt seinen Klub bereits nach einer Saison zur Konkurrenz

Im Sommer war die Freude groß, jetzt muss sich ein Dortmunder Amateurverein schon wieder um einen neuen Jugendkoordinator bemühen. Der alte bekam ein reizvolles Angebot - und wechselt.

Die Zusammenarbeit währte nicht allzu lang. Jetzt muss sich ein Dortmunder Amateurverein schon wieder um einen neuen Jugendtrainer bemühen. Der alte, im Sommer freudig vorgestellt und im Amateurbereich bekannt, zieht weiter zu einem Konkurrenten – und übernimmt dort die Leitung der A-Jugendlichen.

Um wen es sich handelt? Mounir Bazzani. Im Juli hatte der SV Brackel erleichtert verkündet, die spielfreie Zeit genutzt und die Jugendabteilung neu aufgestellt zu haben, zumal mit einem Trainer, der den Seniorenbereich kennt – und darum durchaus attraktiv ist für ambitionierte Juniorenspieler. So lautete die Hoffnung.

Bazzani, zuvor unter anderem als Senioren-Trainer für Rot-Weiß Barop aktiv, wechselt jedoch schon wieder den Klub. Brackels Vorsitzender Olaf Schäfer nimmt das sportlich: „Man kann keinen zwingen, hier im Verein zu bleiben. Das ist manchmal so im Leben: Wenn eine Aufgabe ruft, die interessant ist, dann macht man das eben.“

Denn Bazzani, in Brackel auch C-Jugendtrainer, übernimmt künftig die A-Jugendlichen des FC Brünninghausen – ein ambitioniertes Team. Der Sportliche Leiter Thomas Behlke freut sich: „Er war schon mal bei uns in Brünninghausen, kennt den Verein. Wir gehen davon aus, dass Mounir gut zu uns passt und mit den Jugendlichen hervorragend klarkommen wird.“

Bazzani will mit dem FC Brünninghausen in die Top-5

Der Neuzugang selbst ist ganz ähnlicher Meinung. Er freue sich auf Brünninghausen, „das ist eine gute Adresse und eine reizvolle Aufgabe. Florian Gondrum und Rafik Halim (die Trainer der Ersten Mannschaft, d. Red.) kenne ich schon lange. Mit ihnen will ich künftig eng zusammenarbeiten.“ Und die besten A-Jugendlichen in der Herrenmannschaft unterzubringen.

Das ist ein Ziel von Bazzani, der schon für Brünninghausens Zweitvertretung tätig war. Gemeinsam mit Jugendkoordinator Philipp Sprenger kümmert er jetzt sich um den Aufbau eines schlagkräftigen A-Jugendkaders. Er wolle „auf jeden Fall in der Landesliga bleiben, super wäre ein Platz in der Top-5“. Wobei Bazzani einschränkend hinzufügt, seine Spieler noch gar nicht zu kennen.

„Das Coronavirus macht es für Trainer schwierig. Ich kann mir keine Spiele anschauen, kann sie nicht beim Training beobachten oder Probetrainings veranstalten.“ Demnach muss er sich ein wenig überraschen lassen. Gut für Brackel ist derweil, dass Bazzani seine Aufgabe als Jugendkoordinator bis zum Sommer weiterführt.

„Ich bin nicht sofort weg“, sagt er. Und: „Ich stehe zu meinem Wort, die Saison mache ich noch zu Ende.“ Dann beginnt ein neues Kapitel. Eine A-Jugend zu trainieren, das ist noch Neuland für Bazzani. Er sagt: „Ich freue mich darauf.“

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Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
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Leon Elspaß

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