Felix Schiffer kann dem TuS Bövinghausen nicht nur als Torwart helfen. © imago/Revierfoto
Fußball-Westfalenliga

Bövinghausen-Zugang besorgt günstig Sneaker und verwaltet 600.000 Instagram-Follower

Wenn der Ball wieder rollt, ist Felix Schiffer ein Kandidat für den Platz zwischen den Pfosten beim TuS Bövinghausen. Helfen könnte er dem Klub aber schon jetzt an ganz anderer Stelle.

Es war wohl eine seiner ersten Amtshandlungen: Mit Kennerblick hat Felix Schiffer, Torwartneuzugang beim TuS Bövinghausen, nach der Instagram-Präsenz seines neuen Klubs gesucht. „Ich gebe zu, da hab ich gleich als erstes drauf geguckt“, sagt der 26-Jährige.

Viel zu sehen gab es dort allerdings nicht. Ins Auge fällt lediglich Ex-Trainer Thorsten Legat im August 2019 mit einer Mannschaft, die so schon längst Geschichte ist. „Und bei Facebook und auf der Webseite sieht es ähnlich aus“, sagt Schiffer. „Da ist zuletzt nicht so viel passiert.“

Schiffer weiß wovon er spricht, ist sein Beruf doch ganz eng mit Social Media verknüpft. „Wenn der TuS das also mal alles auf professionelle Beine stellen will, wäre ich wohl der erste Ansprechpartner. Wenn ich eins kann, dann ist das Social Media.“

Professionell und überaus erfolgreich arbeitet Schiffer als Operations Manager im Online-Unternehmen „Prinz Sportlich“ seines Bruders Till in Holzwickede. „Wir durchsuchen alle möglichen Onlineshops in Deutschland und Europa nach den besten Angeboten für Sneaker, Streetwear, Sportswear. Und das posten wir dann bei Facebook, in unserer App, auf der Webseite und natürlich bei Instagram.“

Wen ein Angebot auf einem der Kanäle von „Prinz Sportlich“ interessiert, der wird über einen Link zum eigentlich Anbieter weitergeleitet und vollendet dort auch den Kauf. Und was hat „Prinz Sportlich“ davon? „Wir bekommen für jeden Kauf, der über uns läuft, eine Provision“, erklärt Schiffer.

Das Geschäftsmodell geht mittlerweile ins siebte Jahr und ist so erfolgreich, dass es jetzt neben „Prinz Sportlich“ noch den zweiten Shoppingkanal „Snkraddicted“ gibt. „Auch bei Snkraddicted dreht sich alles um Sneaker, Streetwear und Lifestyle – aber aus dem teureren Segment. Bei „Prinz Sportlich“ geht es um die guten Deals. Bei Snkraddicted stehen neue Release-Artikel im Mittelpunkt. Wenn also beispielsweise irgendwo ein neuer gehypter Schuh rauskommt, bringen wir alle Infos, wie man den bekommen kann – oder zumindest seine Chancen erhöhen kann, ihn zu bekommen.“

Die Nutzerzahlen sprechen für sich. Auf Instagram haben „Prinz Sportlich“ und „Snrkaddicted“ über 600.000 Follower. Die Apps beider Kanäle kommen mittlerweile auf mehr als eine Million Downloads. Für das Unternehmen heißt das, dass es mittlerweile zu einem gefragten Vermarktungspartner für Hersteller und Händler geworden ist. Der Vorteil liegt auf der Hand: „Viele Angebote müssen wir gar nicht mehr händisch aus dem Netz suchen, sondern Hersteller und Händler informieren uns von sich aus.“

Und was kann der TuS Bövinghausen nun davon haben? Für den Klub bedeutet das zumindest, dass er nicht nur Potenzial fürs Tor verpflichtet hat, sondern auch für die eigene öffentliche Wahrnehmung. Auch dabei könnte Felix Schiffer in Zukunft helfen zu punkten.

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Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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