Ajan Dzaferoski ist nicht erfreut über das Verhalten von Türkspor. © Stephan Schuetze
Fußball

Bövinghausens Präsident ist sauer auf Türkspor: Gentleman verhält sich anders

Eine Entscheidung des Türkspor Dortmund-Präsidiums kann Bövinghausens Präsident Ajan Dzaferoski nicht nachvollziehen und ist sauer auf den Klub.

Zuletzt lief das Verhältnis zwischen dem TuS Bövinghausen und Türkspor Dortmund harmonisch ab. Beide Klubs einigten sich, dass es für Stürmer Mateus Ayala Cardoniz das Beste sei, bei Türkspor zu bleiben – obwohl er Bövinghausen seine Zusage geben hatte.

Seit dieser Woche ist das Verhältnis aber wieder unterkühlt. Der Grund: Türkspor Dortmund erteilt Serdar Bingöl keine Freigabe für einen Wechsel zu Bövinghausen. „Wir benötigen keine Ablösesummen. Wir benötigen gute Spieler“, sagt Türkspors Sportlicher Leiter Kalpakidis.

Keine Freigabe im Winter

Er hatte zusammen mit dem Vorsitzenden Dr. Akin Kara beschlossen, dass keiner der wichtigen Spieler im Winter eine Freigabe für einen anderen Klub erhalten werde. Auch kein Bingöl. Kalpakidis hatte gehofft, dass Bingöl dem Klub erhalten bleibt, um am Ziel Westfalenliga-Aufstieg mitzuwirken.

„Klar, die wollen ihre besten Spieler halten. Aber ich habe den Verantwortlichen ganz deutlich gesagt, dass ich bei Türkspor unglücklich bin und nicht mehr für das Team auflaufen werde. Deshalb verstehe ich nicht, warum sie mich nicht gehen lassen wollen“, sagt Bingöl.

Er ist sich schon mit dem TuS Bövinghausen einig. Aber im Winter muss der abgebende Verein dem Wechsel zustimmen, ansonsten absolviert der Akteur in dieser Saison kein Spiel mehr. „Ich verstehe nicht, was Türkspor da macht“, sagt Dzaferoski.

Er hat in den vergangenen zwei Jahren in Cardoniz, Iago Augusto de Carvalho, Jorge Machado, Florian Juka, Kimaz Hamza und Hazar Aksözek sechs Spieler an Türkspor verloren. „Es lief immer alles fair und sportlich ab. Wir haben keine Unsummen verlangt“, sagt Dzaferoski, „jetzt wollen wir einen Spieler von denen und die blockieren den Wechsel. Ein Gentleman verhält sich anders“, sagt der TuS-Präsident.

Bövinghausen hofft noch

Er hofft immer noch, dass Türkspor einlenkt. „Das wäre doch im Sinne aller. Serdar wird nicht mehr für Türkspor spielen, wir wollen ihn haben und wir sind bereit, eine faire Ablösesumme zu bezahlen.“ Mal schauen, ob Türkspor entgegenkommt.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Lokalsport ist mehr als ein reines Ergebnis. Es ist ein Erlebnis.
Zur Autorenseite
Thomas Schulzke

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt