Borussia Dortmund II

BVB-U23 empfängt Wiedenbrück: Ein Leistungsträger ist fraglich

Borussia Dortmund II trifft am Sonntag auf den SC Wiedenbrück. Ein Leistungsträger ist noch fraglich - doch die Marschroute von Trainer Enrico Maaßen ist klar.
Der BVB II spielt Sonntag auf Kunstrasen. © BVB/Jens Volke

Es fiel so viel Schnee wie lange nicht, und natürlich wurde auch das Gelände in Dortmund-Brackel gänzlich weiß gekleidet. Die U23 des BVB musste deshalb höchstselbst Hand anlegen, um sich den Übungsplatz freizuschaufeln. Sodann konnte die Trainingsarbeit aufgenommen werden – allein über die Spielabsage der Heimpartie gegen den SC Wiedenbrück wurde nach wie vor gemunkelt. Es stand ein fürwahr weißer Elefant im Raum.

Zumindest bist Freitagvormittag, dann war die Sache geklärt. Wie die Borussia verkündete, wird die Regionalliga-Partie am Sonntag (15 Uhr) stattfinden können; nicht im Juniorenstadion, sondern auf dem freigeräumten Kunstrasenplatz gleich nebenan. Sicher sei es auf diesem Boden ein „anderes Spiel“, sagt Trainer Enrico Maaßen auf Nachfrage der Ruhr Nachrichten. Doch: „Wir sehen es als Chance nicht als Risiko.“

BVB-U23 kann Vorsprung gegenüber RWE ausbauen

So bietet sich doch die Möglichkeit, den Abstand zu Aufstiegsfavorit Rot-Weiss Essen um drei weitere Zähler aufzustocken, fünf wären es bei einem Sieg. RWE ist derweil zum Zuschauen verdammt; die Partie gegen RW Ahlen fiel dem Wetter zum Opfer. Hatte der BVB II zuletzt allzu häufig den Nachteil, nachziehen zu müssen – psychologisch durchaus anspruchsvoll –, ergibt sich jetzt die Option, vorzulegen.

Wenngleich dies nicht der Hauptgrund gewesen sei, warum die Borussia mit allen Mitteln daran arbeitete, das Aufeinandertreffen mit Wiedenbrück trotz des Schnees austragen zu dürfen, wie Maaßen sagt. „Es ging vor allem darum, zu vermeiden, dass am Ende wieder alle Spiele geballt kommen. Wenn der Platz bespielbar ist, warum sollten wir dann nicht spielen? Und psychologisch hin oder her – wir müssen das Spiel auch erst mal gewinnen.“

BVB-U23 trifft auf RWE-Schreck

Das ist freilich das anvisierte Ziel, Sieg 18 in Duell 24 wollen die Dortmunder erspielen. Gegen ein Team, wie Maaßen sagt, „das in der Lage ist, große Mannschaften zu schlagen. Das haben wir im Hinspiel gemerkt, und Rot-Weiss Essen hat das zweimal ebenfalls zu spüren bekommen“. Der BVB gewann seine Partie 2020 nach 0:1-Rückstand noch mit 4:1; Essen musste sich zweifach mit einem Remis begnügen.

„Wir sind gewarnt“, betont Maaßen. Der SC Wiedenbrück besitze „den einen oder anderen richtig guten Einzelspieler“. Zu nennen ist an dieser Stelle sicherlich Phil Beckhoff, der Stürmer, der bisher neun Treffer unter dem Bilanzstrich stehen und sich im Winter mit BVB-U23-Manager Ingo Preuß sowie Maaßen über ein Engagement im Sommer unterhalten hat. Dem Vernehmen nach wird sich der 20-Jährige Gladbach II anschließen.

BVB-U23 wartet auf Stürmer Steffen Tigges

Bis dahin indes geht er weiterhin für Wiedenbrück auf Torejagd – und dürfte sich am Sonntag mit den BVB-II-Verteidigern messen. Im Hinspiel traf er noch zum 1:0, diesmal sollen die Versuche gar nicht erst solche Wirkung entfalten. Maaßen sagt: „Sie haben ein sehr gutes Pressing und ein sehr gutes Umschaltspiel. In den vergangenen Spielen haben sie sehr häufig tief verteidigt. Wir müssen uns auf beides einstellen.“

Welches Personal aus seiner Sicht dafür prädestiniert ist, lässt der Coach noch offen, deutet nur an, dass auf dem Kunstrasen vor allem die technisch feinen Spieler gefragt sein könnten. Die Chance für den zuletzt gar nicht berücksichtigten Henri Weigelt als rechter Innenverteidiger? Maaßen wird die Antwort geben – und abwarten, ob ihm Profi-Cheftrainer Edin Terzic Stürmer Steffen Tigges überlässt. Dessen Einsatz ist nämlich fraglich.

BVB-Talent Patrick Osterhage fehlt lange

Darüber hinaus bestünden keine Fragezeichen, demnach ist wohl auch auf Ansgar Knauff und Tobias Raschl zu bauen. Allein Patrick Osterhage wird noch länger fehlen. Der Mittelfeldspieler geht nach heftiger Bänderdehnung weiterhin auf Krücken, ist erst mal nicht einsetzbar.

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