Antonios Papadopoulos (r.) ist neu bei der U23 von Borussia Dortmund. Wir haben den Mittelfeldboss, der derzeit mit seinen Jungs im Trainingslager weilt, interviewt. © Thomas Bielefeld
Borussia Dortmund II

BVB-U23-Neuzugang Papadopoulos ist „Hamma“ unterwegs und hat mit dem BVB eine klare Mission

Die BVB-U23 hat einen weiteren Mittelfeldboss: Antonios Papadopoulos. Der 21-Jährige ist aus der 3. Liga zum BVB gewechselt und will mit der Maaßen-Elf groß angreifen. Wir haben ihn interviewt.

Er ist neu im Team, gilt als Top-Transfer und hat mit dem BVB II eine Menge vor: Antonios Papadopoulos (21) ist in diesem Sommer vom Hallescher FC zum Drittliga-Aufsteiger nach Dortmund gewechselt. Aber warum eigentlich? Und was hat er mit dem BVB vor? Wie war sein Einstand? All das haben wir den Mittelfeldspieler im großen Interview gefragt.

Die ersten Testspiele liegen hinter Ihnen, dazu schon einige Trainingseinheiten – welche ersten Eindrücke haben Sie schon von Borussia Dortmund gewinnen können?

Vorab möchte ich sagen, dass es hier im Verein sehr familiär zugeht. So habe ich mir das auch vorgestellt. Die Intensität ist super. Auch mit den Testspiele (1:1 gegen PEC Zwolle und 3:2 gegen den SC Paderborn) können wir zufrieden sein. Auf die Leistung wollen wir aufbauen. Die Jungs haben uns Neuzugänge super aufgenommen. Wir haben uns alle auf Anhieb verstanden.

Ich erwische Sie gerade mitten im Trainingslager in Kirchberg, zwischen den Einheiten. Wie kräftezehrend ist es bisher?

Es ist schon sehr intensiv, so muss es aber auch in jeder Vorbereitung sein. Wir haben hier sehr gute Bedingungen, auch das Hotel und das Essen sind sehr gut. Wir sind sehr zufrieden.

Sie wechseln vom Hallescher FC zum BVB, gelten als Königstransfer in diesem Sommer. Warum möchten Sie in den nächsten Jahren unbedingt das schwarzgelbe Trikot tragen?

Die Gespräche waren super, mir gefällt das Drumherum im Verein. Wir haben hier was vor und ich bin froh, Teil davon zu sein. Ich fühle mich wohl.

Sind Sie mit der Option gekommen, irgendwann einmal im Bundesliga-Kader mitzumischen und dort im Training Ihre Visitenkarte zu hinterlassen?

Ich bin hergekommen, um meine Erfahrungen mit der zweiten Mannschaft zu machen. Wir schauen mal, was passiert. Ich probiere mein Bestes, konzentriere mich aber voll und ganz auf die Aufgabe in der 3. Liga. Alles andere ist erstmal Bonus für mich..

Ihr Trainer Enrico Maaßen ist dafür bekannt, dass er sehr viel Wert darauf legt, dass die Mannschaft zu einer Einheit zusammenwächst und jeder Spieler mitgenommen wird. Wie hat er Sie in den ersten Momenten gepackt?

Er hat auf mich einen sehr positiven Eindruck gemacht. Er hat gleich von Anfang an gezeigt, dass er eine Einheit bilden kann. Ich bin sehr froh, mit ihm zu arbeiten. Er ist ein talentierter Trainer.

Im vergangenen Jahr hat es im BVB-Trainingslager immer wieder auch Teambuildingmaßnahmen gegeben. Seid ihr dieses Jahr auch auf den berühmten Berg gegangen?

Die Jungs haben mir erzählt, dass sie im letzten Jahr auf dem Berg waren. Das haben wir in diesem Jahr noch nicht gemacht. Es gab aber eine Vorstellrunde, bei der die Neuzugänge was machen mussten, da gab es auch etwas zu lachen. Jeder musste ein Lied singen. Das war echt witzig und schweißt die Mannschaft natürlich auch zusammen.

Sie als Sänger also. Welchen Song haben Sie denn vorgetragen?

Hamma! von Culcha Candela (lacht). Der Song ist auch sehr gut angekommen, ich habe dazu auch performt. Die Jungs hatten Spaß, als wir uns ein bisschen zum Deppen gemacht haben. Das gehört aber auch dazu.

Zurück zum Sportlichen: 71 Spiele in der 3. Liga: man kann durchaus davon sprechen, dass Sie über eine Menge Erfahrung in der Liga verfügen. Worauf kommt es für Ihre Mannschaft in der neuen Saison an?

Erstmal muss man sagen, dass der BVB Fußball spielen kann. Das sieht man in jeder Trainingseinheit. Die 3. Liga ist eine sehr robuste Liga. Man muss häufig in die Zweikämpfe gehen. Manche Mannschaften sind auch dabei, die mal einen langen Ball spielen. Wir sind Fußballer und werden das in den Spielen annehmen.

Der BVB II ist in die 3. Liga aufgestiegen. Kann die Zielsetzung daher nur Klassenerhalt lauten oder haben Sie sich auch höhere Ziele gesteckt?

Für jeden Neuling ist es erst einmal wichtig, viele Punkte zu sammeln. Wir wollen mit unten nichts zutun haben. Unser Ziel ist erst einmal der Klassenerhalt.

Sie sind flexibel einsetzbar, können auf der Sechs, auf der Acht und als Innenverteidiger agieren: Wo sehen Sie sich am stärksten?

Ich persönlich sehe mich auf der Sechserposition am stärksten. Ich habe aber auch die ganze Jugend über als Innenverteidiger gespielt. Ich kenne die Position also in- und auswendig. Ich spiele dort, wo ich gebraucht werde.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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