Ein Fußballverband erwägt ein neues Modell für die Corona-Saison 20/21. © picture alliance/dpa
Amateurfußball

Corona: Fußballverband erwägt neues Saisonmodell, das auch für den FLVW Vorbild sein könnte

Wie kann diese Fußballsaison zu einem guten Ende geführt werden? Darüber zerbrechen sich die Verbände die Köpfe. Einer erwägt nun ein neues Modell.

Der Bremer Fußball-Verband (BFV) hat als erster Fußballverband in Deutschland eine Entscheidung für die Saison 2020/2021 getroffen. In Bremen wird nur die Hinrunde gespielt. Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat jetzt bekannt gegeben, dass er wahrscheinlich einen anderen Weg gehen.

Am Mittwochabend war der Spielausschuss des (WFV) mit den Bezirksvorsitzenden und Bezirksspielleitern in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs beraten. Deutschlandweit ruht der Spiel- und Trainingsbetrieb bis mindestens zum 10. Januar.

„Vollständige Meisterschaftsrunde überwiegend nicht möglich“

In der Konferenz kam man gemeinsam zu der Bewertung, dass die Durchführung einer vollständigen Meisterschaftsrunde überwiegend nicht möglich sei – Ausnahmen seien lediglich kleine Staffeln in der Kreisliga B mit wenigen Teams, die die Saison eventuell noch zu Ende führen könnten.

Ein Grundkonsens besteht auch in der Einführung eines alternativen Spielmodells. So könnten in einer Auf- und Abstiegsrunde nach der Hinserie die Auf- und Absteiger ermittelt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbands. Bei einer Staffelgröße von 18 Vereinen wären so für jeden Verein 25 Saisonspiele zu absolvieren statt 34 Partien im Vergleich zu einer Spielzeit mit Hin- und Rückrunde. Eine Verlängerung der Saison nach hinten raus sei nicht geplant.

Die Tabelle würde dabei in zwei Hälften geteilt, wobei die Vereine ihre in der Hinrunde bereits erzielten Punkte in die Aufstiegs- beziehungsweise Abstiegsrunde mitnehmen. In dieser Variante wäre sichergestellt, die Saison in einem Modus zu Ende zu führen, der einer vollständigen Runde am nächsten kommt, um so unter den gegebenen Umständen das sportlich fairste Ergebnis zu erzielen, teilt der Verband mit.

Vorbereitungszeit von vier Wochen angestrebt

Eine spieltechnische Planung des weiteren Saisonverlaufs trifft der WFV-Beirat aber nicht vor Ende Januar. Die Kreisvertreter würden nun als Nächstes die Einschätzungen mit den Vereinen besprechen. Sie streben außerdem eine Vorbereitungszeit von vier Wochen für die Vereine vor dem ersten Spiel an.

Der Verband will eine Entscheidung über die Frist aber kurzfristig fällen, da diese auch von politischen Vorgaben abhängig ist. Möglich scheint nach Meinung des Verbands-Spielausschusses eine Kompromisslösung mit einer Zeitspanne von wenigstens drei Wochen zum ersten Spiel.

Im Gegensatz zum BFV hat sich der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) noch nicht festgelegt, wie er ab Januar weiter verfährt. Er wolle sich weiterhin ebenfalls nach den politischen Vorgaben der Länder und des Bundes richten. Zudem solle in Westfalen, wenn die Saison fortgesetzt wird, zunächst an die Spiele der Vorrunde angeknüpft werden.

Ausgefallene Spiele einzelner Mannschaften würden während der fortlaufenden Saison nachgeholt. Wenn die Hälfte der Spiele bestritten worden ist, darf diese Corona-Saison gewertet werden. Über das weitere Vorgehen beraten FLVW-Vertreter auch am Wochenende (12./13.) in der Ständigen Konferenz.

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Lukas Wittland

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