Die Protagonisten des wohl erinnerungswürdigsten deutschen Tores während des Sommermärchens: Vorarbeiter David Odonkor (l.) und Vollstrecker Oliver Neuville. © picture alliance / Hannibal Hans
Fußball-Westfalenliga

David Odonkor im Interview: Spielen Sie am Samstag für den TuS Bövinghausen, Herr Odonkor?

Mit David Odonkor läuft ein bundesweit bekannter Fußballer mit BVB-Vergangenheit ab sofort für den TuS Bövinghausen auf. Wir haben mit dem WM-Helden von 2006 gesprochen.

Es ist der dritte Ex-Profi im Dress des TuS Bövinghausen. Nach den Verpflichtungen von Weltmeister Kevin Großkreutz und Baris Özbek hat sich der Westfalenligist auch die Dienste von David Odonkor gesichert. Wir haben mit dem WM-Helden von 2006 gesprochen.

Der ehemalige Borusse war mit seinem Flankenlauf, der in der Nachspielzeit des Vorrundenspiels gegen Polen das 1:0 durch Oliver Neuville ermöglichte und den emotionalen Startschuss für das Sommermärchen gab, in die deutsche Fußballgeschichte eingegangen. Ab sofort spielt er für den TuS Bövinghausen.

Warum haben Sie sich dazu entschlossen, beim TuS Bövinghausen nochmal als Aktiver die Fußballschuhe zu schnüren?

Es ist so, dass der Verein etwas vor hat. Der Klub hat Perspektive, das ist ja das Schöne. Man kann etwas aufbauen. Ich habe mir Gedanken gemacht, dass ich dem Verein auch außerhalb des Platzes helfen kann. Es ist unser alle Aufgabe, den Verein peu à peu nach vorne zu bringen.

Bövinghausens Vorsitzender Ajan Dzaferoski hat angedeutet, dass Kevin Großkreutz bei Ihrer Zusage in Bövinghausen eine Rolle gespielt hat. Wie ist der Kontakt zum TuS überhaupt zustande gekommen?

Es ging einmal über Pascal (Königs, Torwarttrainer des TuS, Anm. d. Red.) und über Kevin, dass man sich mal unterhalten hat. Ich habe mir letztes Jahr schon das ein oder andere Spiel angeschaut.

Ajan Dzerfoski (l.) bestätigte die Verpflichtung von WM-Held David Odonkor. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Wie sehen Sie Ihre Rolle in Bövinghausen? Werden Sie regulärer Teil der Mannschaft sein?

Natürlich bin ich in ein Alter gekommen, wo ich nicht mehr jedes Spiel über 90 Minuten machen kann. Aber die Leute, die mich kennen, wissen: Wenn ich etwas annehme, dann will ich maximalen Erfolg haben. Das ist ja das Schöne, dass es ein gutes Team ist. Wichtig ist, dass man Erfolg hat.

Welchen Eindruck haben Sie von der Mannschaft? Es ist ja für diese Liga ein einzigartiges Team, dass durch Ihre Verpflichtung noch prominenter wird.

Man darf sich nicht darauf verlassen, dass es ein Selbstläufer wird. Jedes Team möchte Bövinghausen schlagen, das ist doch klar. Ich denke immer noch professionell.

Sie sollen auch Verantwortung im Marketing des Klubs übernehmen. Welche Aufgaben kommen da auf Sie zu?

Erstmal ist es wichtig, dass wir am Wochenende erfolgreich sind. Man sieht ja, was der Verein aufgebaut hat. Wir versuchen, bessere Strukturen aufzubauen. Das ist es ja das Schöne, wenn man so einen Geschäftsmann (Ajan Dzaferoski, Anm. d. Red.) an seiner Seite hat. Man wird sehen, was sich in den nächsten Wochen entwickelt.

Sehen wir Sie am Samstag schon als Aktiver beim ersten Meisterschaftsspiel gegen YEG Hassel?
Ich werde morgen (Freitag, Anm. d. Red.) beim Training sein (lacht). Dann wird man sehen, ob ich schon dabei bin am Samstag.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
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Timo Janisch

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