Das Talent Lars Warschewski ist ein Paradebeispiel für die alte Transferpolitik des ASC 09 Dortmund © x
Fußball-Oberliga

Der ASC 09 Dortmund ändert jetzt seine langjährige Transferpolitik

Der Oberligist ASC 09 Dortmund hat mit der Vertragsverlängerung des Sportlichen Leiters und der von zehn Spielern die Weichen auf eine positive Zukunft gestellt. Eine Sache ändert sich aber.

Das Grundgerüst für die kommende Spielzeit steht beim Fußball-Oberligisten ASC 09 Dortmund. Kevin Brümmer, Jan Held, Maximilian Podehl, Tim Kallenbach, Mike Schäfer, Marcel Müntzel, Daniel Schaffer, Florian Rausch, Jan Stuhldreier und Julian Horstmann haben allesamt für die Spielzeit 2021/22 zugesagt.

Die wichtigste Vertragsverlängerung des Klubs ist aber die des Sportlichen Leiters Samir Habibovic. Der hatte überraschenderweise lange mit einem Wechsel zum Westfalenligisten Lüner SV geliebäugelt, letztlich aber seinem Herzensklub ASC die Zusage gegeben.

Der Vorsitzende Michael Linke hat ihm den Verbleib auch schmackhaft gemacht. Gegenüber unseres Medienhauses bestätigte Linke, dass der Etat für die Spielzeit 2021/22 angehoben wird, sodass Habibovic bei den Neuverpflichtungen mehr Verhandlungsspielraum habe. Zuletzt hatte Habibovic überwiegend talentierte Jugendspieler zum ASC gelockt.

Und auch das Modell lief erfolgreich. Etliche Nachwuchsakteure spielten sich in den vergangenen Jahren in den Vordergrund und sind jetzt gestandene Oberliga- oder Regionalliga-Kräfte. Jungs wie Maximilian Podehl, Jan-Patrick Friedrich, Jan Stuhldreier, Lars Warschewski, Florian Rausch, Maurice Buckesfeld oder Mike Schäfer.

Kategorie Tim Kallenbach

Sehr selten verpflichtete Habibovic dagegen gestandene Spieler, von denen er wusste, dass sie dem Team sofort weiterhelfen. Tim Kallenbach ist einer von denen. Der Mittelfeldspieler kam vor dieser Spielzeit vom Regionalliga-Absteiger TuS Haltern und schlug wie erwartet sofort ein. Mehr solcher Akteure waren in den vergangenen Jahren allein aus wirtschaftlichen Gründen nicht möglich.

Der Anstieg des Etats für die Saison 2021/22 sei zwar gemäßigt, soll aber jetzt ermöglichen, zwei Akteure der Kategorie Kallenbach jedes Jahr zu verpflichten. „Ja, wir haben Samir das Okay gegeben, zwei solcher Akteure zu verpflichten“, sagt der Vorsitzende Michael Linke.

Habibovic freut sich natürlich darüber, erklärt aber zugleich, dass „wir immer noch zu den Klubs gehören werden, die in dieser Liga mit den geringsten Etat haben“. Er wird seine Transferpolitik trotzdem ändern. Er geht auf die Suche nach zwei Akteuren, die sofort einschlagen sollen und möchte zudem sechs hochtalentierte Jungs verpflichten.

In den vergangenen Spielzeiten waren es bis zu elf A-Jugendliche, die er vor einer Saison zum Waldstadion gelockt hatte. „Die Zeiten sollen vorbei sein. Wir haben sehr viele Talente verpflichtet, denen wir den Sprung zugetraut haben, aber nicht wussten, ob sie es letztlich schaffen“, sagt Habibovic, „jetzt holen wir sechs Talente, von denen wir zu 100 Prozent überzeugt sind. Insgesamt wird der Kader auch verkleinert.“

Bald soll das obere Drittel das ASC-Ziel sein

Er hat die ersten Namen natürlich auf seiner Liste, möchte aber nicht zu viel verraten. Er verrät nur, dass sich nicht nur die Transferpolitik ändert, sondern auch das Selbstverständnis, wie man an eine Spielzeit herangeht. „Bisher ist es so, dass wir nur den Klassenerhalt ausrufen können. In der Zukunft wollen wir aber mal in die Saison gehen und sagen, wir wollen mit dem Team im oberen Drittel landen.“

Wann das sein wird, weiß Habibovic nicht. Der Verein müsse sich einfach weiterentwickeln, dann kämen die offensiveren Ziele von ganz alleine.

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Sportredaktion Dortmund
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Thomas Schulzke

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