Der Hecker-Cup kann doch stattfinden. © Stephan Schuetze
Fußball

Der FLVW rudert zurück: Jetzt sind doch wieder Turniere erlaubt – aber nicht alle

Der FLVW hatte am Dienstagabend den Vereinen geschrieben, dass bis zum 31. August Fußball-Turniere verboten sind. Die Aufregung bei den Veranstaltern war groß. Jetzt rudert der FLVW zurück.

Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen, versuchte am Mittwochmorgen die aufgekommene Wut gegenüber dem Verband einzufangen. Er erklärte, dass der Verband keine Turniere verbieten würde, sondern die Corona-Schutzverordnungen keine zuließen.

Er verwies darauf, dass das in der aktuellen Corona-Schutzverordnung stehe. Da ist zu lesen, dass Sportfeste ab dem 1. September wieder erlaubt seien. Eine genaue Definition von Sportfesten ist in der Verordnung nicht zu finden. Eine Anfrage bei der Staatskanzlei NRW wurde bis Mittwoch (12.30 Uhr) noch nicht beantwortet.

Die große Frage lautet nämlich: Ist ein Fußball-Turnier, bei dem zwei Spiele pro Tag stattfinden, ein Sportfest? Wie zum Beispiel der Hecker-Cup in Aplerbeck, oder der Cranger-Kirmes-Cup des SV Sodingen. Am Mittwochnachmittag erklärte Schnieders dann, dass Turniere wie der Hecker-Cup und der Cranger-Kirmes-Cup stattfinden dürften.

„Die Turniere, die nicht stattfinden dürfen, sind die, an denen 10, 20 oder 30 Mannschaften an einem Tag um einen Pokal spielen. Und nicht die Turniere, die über mehrere Tage gehen und wo nur bis zu zwei Spiele am Tag stattfinden“, erklärt Schnieders. So sei der Satz in der Mitteilung an die Vereine gedacht.

Hier noch einmal der Satz aus der Mitteilung im Wortlaut: „Für den Amateurfußball gilt ein Turnierverbot bis einschließlich zum 31.08.2021.“ Daraus ist weder zu schließen, dass er sich auf die Corona-Verordnung und den Passus der Sportfeste bezieht, noch ist aus diesem Satz herauszulesen, dass es sich um Tagesturniere handle, bei denen mindestens zehn Mannschaften an einem Tag um einen Pokal spielen.

Diese schlechte Kommunikation hat daher völlig unnötig für Verwirrungen bei den Vereinen gesorgt. Das Telefon des ASC-Vorsitzenden Michael Linke stand seit Dienstagabend nicht mehr still. Der Verein hatte sich Sorgen um seine Zukunft gemacht. Im Endeffekt völlig unnötig, hätte der FLVW besser kommuniziert. Schnieders wollte zur Kommunikation des Verbandes nichts sagen.

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Thomas Schulzke

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