Coronavirus

Deutscher Fußball-Bund appelliert an die Regierung: Lockerungen im Amateursport sollen Thema werden

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich in einem Offenen Brief für baldige Lockerungen im Amateursport ausgesprochen. Diese Forderungen richteten DFB-Präsident Fritz Keller und sein Vize Rainer Koch an die Regierung.
Ein Dortmunder Amateurfußball-Verein verlängert seine Zusammenarbeit mit einem wichtigen Trio. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Deutsche Fußball-Bund hat sich für eine baldige Rückkehr aller Nachwuchskicker in den Trainingsalltag ausgesprochen.

„Die gesamte Gesellschaft, alle Branchen sehnen derzeit Lockerungen herbei. Sobald diese im Falle weiter sinkender Infektionszahlen und anlaufender Impfungen möglich sind, müssen vor allem unsere Kinder und Jugendlichen auf die Plätze an der frischen Luft zurückkehren dürfen, zunächst zum Training, später wieder im Spielbetrieb“, appellierten DFB-Boss Fritz Keller und Vizepräsident Rainer Koch in einem am Freitag auf der Verbandsseite veröffentlichten Offenen Brief.

Kinder und Jugendliche benötigen die Bewegung

Am 3. März wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die 16 Länderchefs über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Großer Wunsch sei es, dass der Breitensport von allem in Deutschland in seiner Wichtigkeit „begriffen, wahrgenommen und schlussendlich akzeptiert wird“, schrieben Keller und Koch.

Vor allem die Jüngsten litten derzeit besonders stark unter den aktuellen Einschränkungen. Die Folgen des Bewegungsmangels seien noch gar nicht absehbar. Daher sei es wünschenswert, „dass der Sport als Teil der Lösung begriffen wird. Nicht um des Sports Willen, nein, im Sinne der Gesundheitsförderung und sozialer Beziehungen. Wir alle, speziell unsere Kinder und Jugendlichen, benötigen die Möglichkeit zur sportlichen Bewegung, sie ist gut für Körper und Geist – und das nachhaltig.“

DFB-Präsident Fritz Keller (r.) und sein Vize Rainer Koch richteten den Brief an die Bundesregierung. © imago images/Sven Simon © imago images/Sven Simon

Die beiden Präsidiumsverantwortlichen des DFB betonen in dem Brief: „Fußball ist viel mehr als die Bundesliga oder die Nationalmannschaft. Fußball, das sind mehr als zwei Millionen aktive Spielerinnen und Spieler in 145.000 Mannschaften in Deutschland, die derzeit nicht zusammenkommen dürfen.“

Gemeinsam mit weiteren Verbänden aus den Bereichen der Gastronomie und Kultur sei der DFB zurzeit auf der Suche nach Lösungen und Konzepten für den Fall, dass es Lockerungen gibt.

Mit Material der Deutschen Presse-Agentur.

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