Rückt der TuS Bövinghausen in die Oberliga nach? © Stephan Schuetze
Amateurfußball in Dortmund

Die fünf größten Kuriositäten der Amateurfußball-Saison – Von Spielabbrüchen und Kantersiegen

In der noch jungen Spielzeit im Dortmunder Amateurfußball, die aktuell aufgrund der Corona-Pandemie pausiert, gab es bereits einige Kuriositäten. Wir haben die fünf verrücktesten zusammengefasst.

Wegen der Corona-Pandemie ist der Spielbetrieb im Amateurfußball weiter ausgesetzt. In diesem Jahr rollt in keinem Fußballspiel in Dortmund mehr ein Ball über einen Rasen-, Kunstrasen- oder Ascheplatz. Die Saison lief zwar gerade einmal wieder ein paar Wochen. Das ist allerdings genug Zeit, um für Kuriositäten zu sorgen. Wir haben die fünf verrücktesten für euch zusammengefasst.

Platz 5 – Der TuS Bövinghausen verpflichtet vier Schiedsrichter

Dass der TuS Bövinghausen gerne mal die eine oder andere spektakuläre Spieler- oder Trainerverpflichtung tätigt, ist im Dortmunder Amateurfußball mittlerweile hinlänglich bekannt. Aktuell arbeitet der Klub schon am nächsten Top-Transfer, hat sich bereits mit Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz zu einem Gespräch getroffen. Beide Seiten könnten sich in Zukunft eine Zusammenarbeit vorstellen.

Der Transfer, den der TuS aber bereits im Juni – noch vor dem Saisonstart – tätigte, überraschte dann auch Insider. Der Fußball-Westfalenligist verpflichtet gleich ein ganzes Quartett an neuen Männern. Das waren aber weder Spieler noch Trainer, sondern Schiedsrichter. Der Klub hatte zuvor nur einen Unparteiischen.

Platz 4 – Ein Dortmunder Klub verliert, obwohl er remis gespielt hat

Im Kreisliga-A-Derby Ende Oktober zwischen dem SC Husen-Kurl und der Reserve des VfR Sölde stand es nach 90 spannenden und kämpferischen Minuten 2:2. Remis und somit eine Punkteteilung für die Mannschaften – hätte man meinen können. Daraus wurde aber nichts. Die Zähler gingen am Ende an den SC Husen-Kurl, weil die Sölder gegen die Spielordnung verstoßen hatten. Der VfR hätte nur vier Spieler aus seiner ersten Mannschaft einsetzen dürfen, setzte aber unwissentlich fünf ein. Ein kurioser Fehler, den die Sölder so nicht auf dem Schirm hatten.

Platz 3 – Zwei Zentimeter großes Insekt sorgt für Dortmunder Spielabbruch

Zu einer für alle Beteiligten unschönen, aber durchaus kuriosen Situation kam es Ende August in einem Vorbereitungsspiel mit Dortmunder Beteiligung. Für die Zweitvertretung des VfR Kirchlinde sollte die Partie beim Fußball-Bezirksligisten Lüner SV II eigentlich der vorletzte Test sein, doch schon nach 20 Minuten musste die Begegnung vorzeitig abgebrochen werden. Der Grund: ein zwei Zentimeter großes Insekt.

Kirchlindes Kapitän Baris Gülen wurde während des Spiels von einer Wespe in die Lippe und die Zunge gestochen. Sein Gesicht schwoll an. Gülen erlitt einen allergischen Schocks und verlor am Spielfeldrand sogar kurzzeitig das Bewusstsein.

Platz 2 – Dortmunder Fußballklub schießt in einem Spiel über 40 Tore

Mitte Oktober staunte unsere Redaktion nicht schlecht, als sie ein Ergebnis vom Fußball-Sonntag las. 41:0 – das muss doch ein Tippfehler sein, dachten wir uns. War es aber nicht. Tatsächlich hatte die vierte Mannschaft des SC Husen Kurl in der Kreisliga C die DJK RW Obereving mit 41:0 vom Platz gefegt. Und der Sieger freute sich nach dem Spielabpfiff noch nicht einmal so richtig darüber.

Platz 1 – Fußballer erfährt während des Spiels, dass er in Quarantäne muss

Dass es in Corona-Zeiten vermehrt zu Spielabsagen kommen wird, war vor Beginn der aktuellen Spielzeit ja schon irgendwie klar. Die Infektionszahlen stiegen im Herbst wieder, viele Partien fielen daher schon vor dem Anpfiff ins Wasser. Dass ein Spieler jedoch während einer laufenden Fußball-Begegnung erfährt, dass er sich ab sofort in Quarantäne begehen muss, war für alle Beteiligten kurioses Neuland. Geschehen so in der Bezirksliga-Partie zwischen dem SSV Mühlhausen und dem VfR Sölde. Zur Krönung mündete der Vorfall dann auch noch in einen Streit zwischen beiden Vereinen.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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