Auch in der Kreisliga bekommen viele Fußballspieler Geld. © picture alliance / Marius Becker
Fußball-Kreisliga

Dortmunder A-Ligist: „Wir wollen uns von dem Geld-Fußball distanzieren“

Ein Dortmunder A-Ligist geht mit einem besonderen Konzept in die neue Saison. Am Wochenende landete der Verein einen Achtungserfolg, der einen Schub für die nächsten Spiele geben soll.

Der Saisonstart lief für den A-Ligisten wenig berauschend. Zwei magere Punkte aus vier Spielen bedeuten Tabellenplatz 14. Drei Punkte gab es am Sonntag wieder nicht, das Spiel am Wochenende könnte aber trotzdem Aufschwung geben, hofft der Verein, der einen anderen Weg als andere gehen will.

Immerhin gab es für den Dorstfelder SC ein 1:1 gegen den VfB Westhofen, der zuvor jedes Spiel gewonnen hatte. Wichtig vielleicht auch der Zeitpunkt, zu dem der Treffer für den DSC fiel. Denn er zeigt, die Dorstfelder blieben bis zum Ende dran. Maximilian Kitt traf in der zweiten Minute der Nachspielzeit nach einer Flanke zum Ausgleich.

„Wir haben gut gespielt und wenig Chancen zugelassen“, sagte Mike Böttcher, Trainer der Dorstfelder. Zwei Hundertprozentige habe Torwart Patrick Feddern vereitelt. Den Gegentreffer konnte er dann nicht verhindern.

Irritation über die Abseits-Auslegung des Schiedsrichters

„Das war ganz klar Abseits“, sagte Böttcher. „Die Erklärung des Schiedsrichters fand ich ziemlich kurios. Er sagte, dass er zwar gesehen habe, dass der Spieler im Abseits sei, aber der Verteidiger von uns habe den Ball mit dem Oberschenkel berührt.“ Dass das eine neue Spielsituation darstellen soll, sei für ihn auch neu, sagte Böttcher.

Mit dem späten Punkt zeigte er sich dann trotzdem zufrieden. „Gegen gute Mannschaften spielen wir meist gut. Geht es gegen schwächere Gegner, passen wir uns aber leider auch an deren Niveau an.“ Seine Mannschaft sei aber auch noch sehr jung. Am Sonntag habe man einen Altersschnitt unter 23 Jahren gehabt.

Das sei aber auch der Weg, den Dorstfeld beschreiten wolle. „Wir wollen Spieler, die Vereinstreue mitbringen“, sagte Böttcher. Der Großteil sei aus der zweiten Mannschaft, die dann die erste geworden ist. Sieben Spieler sind aus der eigenen A-Jugend. Gleichzeitig sei man vor der Saison aber auch bemüht gewesen, ältere, erfahrene Spieler zu holen.

„Deren Fitness-Zustand ist noch desaströs“

„Leider spielt Geld auch in der Kreisliga immer eine Rolle. Wir haben die Finanzkraft einfach nicht“, sagte Böttcher. „Wir wollen uns von dem Geld-Fußball distanzieren.“

Es habe aber auch so funktioniert, in Hyacinthe Botchack Wendji und Stephane Biankwa Kamdem zwei erfahrene Spieler zu holen, die als Leader fungieren sollen. „Deren Fitnesszustand ist aktuell aber noch desaströs“, sagte Mike Böttcher. Kandem kam im Pokalspiel am Mittwoch gegen die Dortmunder Löwen von Anfang an zum Einsatz. 7:0 verlor der DSC.

Böttcher sah den Pokal eher als Möglichkeit für Spieler an, Spielpraxis zu sammeln, sagte er vor dem Spiel .„Der Pokal spielt bei uns keine große Rolle.“ Wichtig sei die Saison. Für die erhofft er sich nach dem 1:1 gegen Westhofen einen Schub. Gegen Phoenix Eving soll am Sonntag der erste Dreier her. „Und dann schwimmen wir hoffentlich auf einer Euphoriewelle“, sagt Böttcher.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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