Verliert ein Dortmunder Fußballklub seinen Trainer? © Jens Lukas
Fußball

Dortmunder Fußballcoach will Schritt in Profifußball machen – an einer Sache hakt der Deal noch

Ein Dortmunder Fußballtrainer möchte den Schritt in den Profifußball wagen. Ein Angebot liegt ihm vor. Der Coach hat auch Lust auf die neue Aufgabe, aber an einer Sache hakt der Deal noch.

Aktuell steht er noch bei einem Dortmunder Bezirksliga-Klub unter Vertrag, doch schon bald könnte er im Profifußball aktiv sein. Ein entsprechendes Angebot liegt dem Coach vor. Noch ist die künftige Zusammenarbeit aber nicht fix. Das liegt vor allem an einer Sache.

Jan Ramadan, derzeit noch Trainer beim FC Roj, macht kein Geheimnis daraus, dass ihn der Profifußball extrem reizt. Wie der Coach zuletzt mitgeteilt hat, liegt ihm aktuell sogar ein Angebot aus dem syrischen Profifußball vor. Afrin Sport Club wolle Ramadan verpflichten, wie Ramadan bekanntgab.

Das ist ein Erstligist aus der syrischen Stadt Aleppo. Seine Entscheidung hat Ramadan mittlerweile getroffen, entschieden ist aber noch nichts.

Ramadan will persönliche Sicherheit gewährleistet sehen

Er wolle den Job in Syrien annehmen, teilt Ramadan mit. Damit verknüpft seien aber mehrere Bedingungen, die der Verein erfüllen müsse. Einer sei vor allem die persönliche Sicherheit Ramadans. Auch wenn Aleppo mittlerweile kein Kriegsgebiet mehr sei, sei es noch immer sehr gefährlich in der Region.

„Die Frage ist, inwieweit die Lage dort sicher ist, inwieweit der Verein mich gegen Entführungen und gegen Erpressungen schützen kann. Nur, wenn der Klub mir hundertprozentige Sicherheit versprechen kann, werde ich dorthin wechseln“, so Ramadan.

Zudem müsse der Verein finanzielle Forderungen Ramadans erfüllen, daneben dem Trainer die Möglichkeit einräumen, zwischendurch auf Kosten des Vereins nach Deutschland zu fliegen, um Urlaub zu machen. Ramadans Familie soll – im Fall der Fälle – nämlich erst einmal in Deutschland bleiben. Außerdem wolle Ramadan sich sein Trainerteam selbst zusammenstellen.

Kann Afrin all diese Forderungen erfüllen, dann wolle Ramadan den Schritt nach Syrien wagen – und dann groß rauskommen. Der Noch-Roj-Trainer hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt, will mit dem Erstliga-Aufsteiger direkt die Meisterschaft holen. „Das ist mein großes Ziel“, sagt Ramadan, der schon mit potenziellen Neuzugängen in Kontakt stehe.

Den FC Roj habe Ramadan über seinen Entschluss informiert. Bis zur endgültigen Entscheidung arbeite Jan Ramadan aber weiterhin für den Dortmunder Bezirksligisten weiter, werkelt aktuell schon an einem Vorbereitungsplan der FC-Spieler für den Sommer. Es ist nicht ausgeschlossen, dass Ramadan eben jenen Trainingsplan auch selbst mit seinen Kickern durchführen wird. Alles hängt nun an den Möglichkeiten von Afrin Sport Club.

Die finale Entscheidung, ob Ramadan Dortmund nun Richtung Syrien verlässt oder nicht, solle laut Aussage Ramadans am 26. Mai folgen.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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