Bei der SG Phönix Eving findet aktuell ein großer Umbruch statt. © Oliver Schaper
Fußball

Dortmunder Fußballer zur Hallenkausa: Wen interessiert, was Gahmen oder Westhofen machen?

Die Dortmunder Klubs sind zufrieden mit der Entscheidung, die Lüner und Schwerter Vereine im kommenden Winter nicht zur Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zuzulassen.

Es ist korrekt und richtig, dass wir unsere eigene Stadtmeisterschaft spielen. Wen interessiert denn, was Gahmen oder Westhofen machen?“ Dimitrios Kalpakidis, Sportlicher Leiter des Landesligisten Türkspor Dortmund, ist glücklich über die Entscheidung des Fußballkreises Dortmund. Der informierte gestern die Vereine aus Schwerte und Lünen, dass sie – zumindest im kommenden Jahr – nicht mehr bei der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft mitspielen dürfen.

Kalpakidis bringt sogar eine Idee ins Spiel, die sportlich ihren Reiz hätte. „Man könnte ja die Stadtmeister gegeneinander spielen lassen danach. Also den Schwerter, den Lüner, den aus Unna, den Wittener, vielleicht die Dortmunder Finalisten. Da könnte man noch mal einen Cup ausspielen.“

Aber dass Lüner und Schwerter Vereine nochmal bei einer Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft mitspielen, würde Kalpakidis nicht so gerne sehen. „So hast du viel mehr Attraktivität und Lokalität“, meint er.

Zufrieden mit der Entscheidung ist auch eines der Überraschungsteams der bis dato letzten Stadtmeisterschaft 2020. Der SV Westrich drang damals völlig unerwartet bis ins Viertelfinale vor als B-Kreisligist. Nun musste der Klub aber sogar darum zittern, überhaupt bei der nächsten Stadtmeisterschaft dabei zu sein.

Denn mit der Verkleinerung des Teilnehmerfelds von 72 auf 60 Teams wären die unterklassigen Teams die ersten gewesen, die nicht mehr dabei gewesen wären. Also wenn Lüner und Schwerter Teams weiter hätten mit dabei sein können.

„Für uns ist die Entscheidung deshalb sehr, sehr positiv“, sagt Tobias Ahland, Trainer der Westricher. „Für die Jungs wäre es eine riesige Enttäuschung gewesen, wenn die niederklassigen Teams gestrichen worden wären, um Lüner und Schwerter teilnehmen zu lassen. Wir sind voller Vorfreude.“

Die gleichen Klänge schlägt Anil Konya, Kapitän des Westfalenligisten Westfalia Wickede, an. „Ich finde die Entscheidung richtig. Abgesehen davon, dass die eh ihre eigenen Turniere in Schwerte und Lünen spielen, war ich da nie ein großer Fan von. Es wäre quatsch gewesen, Dortmunder auszuschließen, um Lüner mitspielen zu lassen.“ Konya meint sogar, dass selbst wenn 72 Teams weiter zugelassen wären, es richtig wäre, das Teilnehmerfeld nur mit Teams aus Dortmund zu besetzen.

Über den Autor
Volontär
Nachrichten gibt es überall, jeder kann sie verbreiten. Wahrheitsgemäße Recherche kommt da leider oft zu kurz. Qualitativer Lokaljournalismus ist daher wichtiger denn je. Wer, wenn nicht wir ausgebildeten Lokaljournalisten, berichtet über das, was wirklich in unserer Stadt Gesprächsthema ist?
Zur Autorenseite
Niklas Berkel

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.