Türkspor-Trainer Sebastian Tyrala hat klare Ziele. © Schaper
Fußball-Landesliga

Dortmunder Landesligatrainer mit Prognosen: „Stand jetzt haben wir oben nichts verloren“

An der Spitze der Landesliga geht es nach dem Saisonstart spannend zu. Alle drei Dortmunder Teams sind in Reichweite zum Aufstiegsplatz. Die Trainer haben klare Prognosen.

Nach fünf Spielen in der Landesliga Staffel 3 thronen die SpVgg Horsthausen und der SV Wanne ohne Punktverlust auf den Plätzen eins und zwei. Dicht dahinter folgen die Dortmunder Mannschaften Türkspor und Hombrucher SV. Und auch der Kirchhörder SC hat sich mit dem überraschenden Derbysieg gegen Türkspor an die oberen Plätze herangekämpft.

Für Hombruchs Trainer Alex Enke kommt die aktuelle Tabellensituation nicht überraschend. „Alle drei Mannschaften habe ich da oben erwartet“, sagt er. Gemeint sind Horsthausen, Wanne und Stadtkonkurrent Türkspor. „Ursprünglich habe ich noch Welper hinzugezählt“, berichtet Enke, doch die hätten mittlerweile schon zu viele Punkte liegengelassen, als das sie noch ernsthaft ins Aufstiegsrennen eingreifen könnten, so seine Vermutung. Die Teams der aktuellen Top 3 hätten allesamt eine „enorme individuelle Klasse“ und würden schon mehrere Jahre oben mitspielen. Mit dem Start seiner Mannschaft ist Enke „erstmal sehr zufrieden“ auch wenn die Defensive noch nicht die erhoffte Stabilität hätte zeigen können. Dennoch holte man vier Siege aus den ersten fünf Partien und musste sich lediglich Westfalia Langenbochum am zweiten Spieltag geschlagen geben. „Zwischen Platz zwei und sechs ist für uns alles möglich“, ist sich Enke sicher. Für den Ausgang der Saison hat er eine klare Tendenz: „An Türkspor führt kein Weg vorbei“.

Der zweite Dortmunder Klub mit Trainer Sebastian Tyrala ist ebenfalls mit vier Siegen und einer Niederlage in die Saison gestartet. Diese Niederlage setzte es am letzten Wochenende – ausgerechnet im Derby gegen Kirchhörde. Tyrala geht es ähnlich wie Enke. Er sieht „die drei ersten Mannschaften bis zum Ende oben“, glaubt aber auch an „ein bis zwei Überraschungsmannschaften“. Der Ex-Profi bringt zudem die Konkurrenz aus Hombruch ins Spiel, welche „auch gut gestartet sei“. Dennoch legt sich auch Tyrala eindeutig fest. Allerdings ist das bei ihm und Türkspor keine Vermutung, sondern ein Ziel: „Wir wollen ganz oben stehen“, betont er. Darüber hinaus sei es der „klare Anspruch“, die beste Dortmunder Mannschaft zu werden. Nach den ersten fünf Spieltagen hätte man gerne noch „mit weißer Weste“ dagestanden, zu diesem frühen Zeitpunkt sei aber auch noch nichts entschieden. Tyrala betont, dass man Wanne und Horsthausen „beide noch vor der Brust“ habe – und somit alles in der eigenen Hand.

Erstmals in dieser Saison geschlagen wurden Tyrala und Co. vom Kirchhörder SC. KSC-Trainer Sascha Rammel erklärt, dass die neun Punkte, die seine Mannschaft bisher gesammelt hat, „in unserem Rahmen in Ordnung“ seien. Jedoch könne man nach fünf Spieltagen noch keinen genauen Maßstab erkennen, lediglich eine gewisse Richtung. Nach zehn Spieltagen, wenn Kirchhörde gegen die ersten sechs der Liga gespielt und das „schwere Auftaktprogramm“ überstanden habe, könne man dann „eine erste kleine Zwischenbilanz“ ziehen. Die würde zeigen, „wie groß der Abstand wirklich nach oben ist“. Rammel stellt klar: „Stand jetzt haben wir oben nichts verloren“. Oben, wo auch Sascha Rammel die derzeitige Top 3 noch am Ende der Saison sieht. Und auch er setzt auf das Dortmunder Pferd. „Türkspor ist klar die Nummer eins und wird es auch machen“, prognostiziert er.

Von Türkspor über Hombruch bis hin zu Kirchhörde stellen die jeweiligen Trainer andere Ziele und Ansprüche. Für Türkspor zählt der Aufstieg, Hombruch möchte ins obere Mittelfeld und Kirchhörde will den anspruchsvollen Saisonauftakt abwarten. In einem Punkt sind sich alle drei Trainer aber einig: Türkspor Dortmund wird mit Horsthausen und Wanne ein Dreierrennen um den Aufstieg bestreiten und aus diesem als Sieger hervorgehen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.