Ein Dortmunder Fußballer hat bald einen etwas längeren Anreiseweg zu seinem Verein. © picture alliance/dpa
Fußball

Dortmunder Top-Spieler nimmt bald lange Fahrten auf sich, um für seinen Klub zu spielen

Identifikationsfigur, Kapitän und eine gestandene Größe im Dortmunder Amateurfußball verlässt die Stadt und zieht um. Trotz des langen Anreisewegs, möchte er weiter für seinen Klub auflaufen.

Rund eine Stunde Fahrtzeit benötigt man von Duisburg nach Dortmund. Stau ist hier noch nicht einberechnet. Aber auf den bekannten Autobahnen im Ruhrgebiet, der A40, A42 oder A52, so gut wie vorprogrammiert.

Doch für seine Leidenschaft nimmt man weite Wege auf sich und diese in Kauf. Und Mustafa Yüksel tut es gerne. Vergangene Woche war es noch nicht klar, ob der Kapitän des Landesligisten Kirchhörder SC seinen Vertrag verlängert.

Mit seiner Frau ist er nach Duisburg gezogen, sie hat dort eine neue Stelle bekommen, der Außenverteidiger wird hingegen weiter in Dortmund arbeiten.

Erster Gedanke ging an den Kirchhörder SC

Viele Gedanken hatte er sich deshalb in den vergangenen Wochen darüber gemacht. „Aufhören wäre keine Option gewesen, weil ich den Fußball liebe“, sagt er. In Duisburg wäre das Fußball-Know-how noch nicht so ausgeprägt gewesen.

Zwar hat sich der 28-Jährige mit zwei bis drei Vereinen lose auseinandergesetzt, doch der erste Gedanke ging immer zuerst an den KSC. „Ich bin seit sieben, acht Jahren hier“, sagt er.

Jörg Mielers, Sportlicher Leiter des Kirchhörder SC, betonte bei Bekanntgabe der Verlängerung, das Yüksel fest zum Inventar im Verein gehöre, der Kapitän und Außenverteidiger Identifikationsfigur sei, sich auch außerhalb der ersten Mannschaft im Verein einbringe. Der Kapitän würde in naher Zukunft dann nach der Arbeit in Dortmund zum Training fahren, im Anschluss in seine neue Heimat nach Duisburg und an den Sonntagen zu den Spielen sich auf den Weg nach Kirchhörde machen.

Wird weiterhin für den Kirchhörder SC auflaufen: Mustafa Yüksel. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Yüksel ist seit 2014 im Verein, hat Aufstiege sowie Abstiege miterlebt, ist dem Klub aber stets treu geblieben. „Was die Organisation und Planung angeht, ist es auf jeden Fall besser. Da hat sich immer was verbessert. Sei es die Trainingseinheiten, Spieler. Der Verein hat sich von Jahr zu Jahr verbessert“, sagt Yüksel.

Und auch in der aktuellen Spielzeit, die wegen der Corona-Pandemie unterbrochen ist, könnte sich der Verein verbessern. Aktuell liegt das Team nämlich auf Rang eins der Landesliga. „Die Hoffnungen dafür sind da, keine Frage. Ich würde mich freuen, jeder von uns möchte gerne aufsteigen“, sagt er, der auch eine gute Beziehung zu Trainer Sascha Rammel hat: „Sascha macht sich gut, ich verstehe mich auch gut mit ihm. Ich mag seine Trainingseinheiten, ich mag wie er spielen möchte, das liegt uns.“

Rudnik-Verlängerung ist wichtiges Zeichen

Neben Yüksel verlängerte auch die zweite wichtige Stütze des Kirchhörder-Spiels den Vertrag: Spielmacher Simon Rudnik.

„Auf jeden Fall ist es wichtig, dass Simon auch verlängert hat. Das ist ein gutes Zeichen für die jungen Spieler“, freut sich der Kapitän über die Verlängerung.

Er persönlich wird, sobald es der Spiel- und Trainingsbetrieb wieder zulässt, dann immer noch an der Kobbendelle aktiv sein, trotz des weiten Anreiseweges aus Duisburg.

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David Nicolas Döring
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