Ein ehemaliger Trainer von Türkspor ist demnächst in der Oberliga aktiv. © Stephan Schuetze
Fußball-Oberliga Westfalen

Ehemaliger Trainer von Türkspor Dortmund wechselt zum Traditionsverein Westfalia Herne

Nach Stationen bei Top-Adressen im Dortmunder Amateurfußball geht ein Fußballtrainer jetzt einen neuen Weg. Dieser führt zu Westfalia Herne, wo der Fokus klar auf der Spielanalyse liegt.

Eine neue Aufgabe soll beflügeln und auch hilfreich für die eigene Entwicklung sein. So zumindest stellt sich das Ganze ein Fußballtrainer vor, der vorher bereits bei Türkspor Dortmund und beim TuS Bövinghausen tätig war. Der nächste Schritt geht nun zu Westfalia Herne, dieses Mal allerdings ohne einen alten Weggefährten.

Für Danny Voss geht es nun also in die Oberliga, dieses Mal allerdings nicht an der Seite von Dimitrios Kalpakidis. Als Co-Trainer unterstützt er nun Christian Knappmann bei Westfalia Herne. „Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe und bin stolz, dass Herne an mich herangetreten ist“, erzählt Voss.

Schwerpunkt Spielanalyse

Als Grund warum Westfalia Herne sich für ihn entschieden hat, sieht Voss zum einen seine guten Zeiten bei Türkspor und Bövinghausen zusammen mit Kalpakidis, aber auch seine Spielanalyse. „Ich habe dazu auch noch eine Weiterbildung gemacht, weswegen das auch mein klarer Fokus ist“, erklärt Voss. Trotzdem erfüllt er auch die klassischen Aufgaben und unterstützt Knappmann beim Training.

Damit sollen vor allem die Spieler unterstützt werden, um das Maximum an Leistung herauszuholen. Vom Wechsel überzeugt wurde Voss vom Vorstandsvorsitzenden Ingo Brüggemann und von Trainer Knappmann. Dabei hat Voss sich auch schon einen Eindruck vom Verein gemacht: „Ich hab die Anlage schon gesehen und mir wurden die Strukturen vorgestellt. Man merkt sofort, was für ein Level hier abgerufen wird.“

Herausforderung Oberliga

Die neue Herausforderung ist dabei natürlich auch die Oberliga. Und Danny Voss sprüht vor Tatendrang. „Ich will auch den Status als Feuerwehrmann loswerden und auch mal länger bei einer Station bleiben. Hier würde ich echt gerne etwas aufbauen“, so Voss.

Bei Türkspor und Bövinghausen, wo Voss mit Kalpakidis zusammen gearbeitet hat, war von Anfang an enorm viel Druck auf den Schultern des Trainerteams. Trotzdem hat man laut Voss die Situationen immer gut gehandhabt. „Bei Bövinghausen war dann trotz des Erfolgs Schluss, da wir immer unsere Linie hatten und von dieser nicht abweichen. Der Verein wollte dann eben einen anderen Weg einschlagen“, erklärt Danny Voss.

Jetzt hofft Voss, dass er Westfalia Herne möglichst schnell helfen kann und die Mannschaft schnell in sichere Gewässer bringt. „Mein eigener Anspruch ist natürlich, dass wir nicht um den Klassenerhalt spielen. Deswegen gilt es für mich, schnell die Strukturen zu erkennen und den Verein nach vorne zu bringen“, sagt Voss. Dabei will er vor allem mit der Spielanalyse unterstützen, wofür auch die Möglichkeiten bei Herne gestellt werden.

Ein kleiner Wermutstropfen

Ab August sollte Voss dann auch seine Trainerlizenz inne haben, was für ihn ein enorm wichtiger Schritt ist. Und der sich eben auch wegen der Pandemie verzögert hat. Nun freut sich der Trainer auf seine neue Station. „Ich wünsche mir eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit und hoffe wirklich, dass ich hier etwas erreichen kann und auch persönlich Fortschritte mache“, sagt Voss.

Eine Sache wird er dann aber doch vermissen – den Dortmunder Amateurfußball. „Gerade die Hallenstadtmeisterschaften werde ich da vermissen, die würde ich immer noch mal gerne gewinnen. Aber wer weiß, dafür wird es wohl immer noch genug Möglichkeiten geben“, schmunzelt Voss.

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