Nicht mehr für jeden Klub wird es umsonst sein, gegen den TuS Bövinghausen zu spielen. © Stephan Schuetze
Amateurfußball

Ein Spieler legt sich fest: Bövinghausen steigt auf und das hat mit David Beckham zu tun

Tabellarische sieht es beim Westfalenligisten TuS Bövinghausen glänzend aus. Geht man nach einem Spieler des Vereins, ist dem TuS der Aufstieg eigentlich nicht zu nehmen und das hat mit Beckham zu tun.

Der Tus Bövinghausen steht in der unterbrochenen Saison auf Platz 1 in der Westfalenliga-Tabelle. Der Verein hat hohe Ambitionen und will unbedingt in die Oberliga. Ein Spieler, der im Sommer zum TuS gewechselt ist, erklärt, warum der Aufstieg eigentlich schon eine sichere Sache ist.

Denn mit seinem Transfer habe man den Aufstieg quasi schon mit eingekauft, sagt Patrick Rudolph und lacht. Vielmehr ist es aber die Kombination aus seiner Person und seiner Rückennummer. „Mit der 23 bin ich schon zweimal in die Oberliga aufgestiegen“, erzählt Rudolph. Und es gibt da ja auch bekanntlich diesen Spruch mit allen guten Dingen und der Drei. Oder wie Rudolph sagt: „Der Aufstieg ist eigentlich safe.“

An Bövinghausens Aufstieg hätte dann auch David Beckham seinen Anteil. Rudolph trägt die 23 seitdem er 2016 zu Hassel gewechselt ist. „Sie war damals frei und ich habe mal geschaut, wer die sonst so getragen hat“, erzählt der 29-Jährige. Die Recherche zeigte schnell: David Beckham. „Da dachte ich, das passt. Ich bin natürlich nicht so gut wie er, habe aber auch ein feines linkes Füßchen“, so der Mittelfeldspieler.

Patrick Rudolph würde sich über den Re-Start freuen. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Rudolph hat die Nummer 23 auf dem Arm tätowiert

„Als ich danach gewechselt bin, habe ich den Vereinen immer gesagt, ich will die 23, sonst komme ich nicht.“ Gut, nun also, dass Bövinghausen ihm diese auch gegeben hat, sonst hätte es mit dem Aufstieg noch mal eng werden können. Rudolph hat sich die Nummer mittlerweile auch auf seinen rechten Arm tätowiert.

Es sei wichtig für ihn, die 23 auf dem Rücken zu tragen, erzählt er. „Ich bin da abergläubisch. Vor einem Spiel ziehe ich mir auch immer zuerst meinen linken Schienbeinschoner an und auch immer den rechten Schuh vor dem linken.“

Und wenn man das ganze mal ganz sportlich betrachtet, sieht es für Bövinghausen ja wirklich nicht schlecht aus. „Vor der Unterbrechung haben wir Hagen 11 weggebombt“, sagt Rudolph. „Wir funktionieren immer besser als Mannschaft.“ Das Spiel ging damals übrigens 7:2 für den TuS aus. „Die Mentalität, der unbedingte Siegeswille ist bei uns herausragend und von Spiel zu Spiel noch gestiegen“, führt Rudolph als Aufstiegsargument an.

Mit dem Wissen um die Geschichte von Rudolphs 23 ist nun auf jeden Fall noch ein weiteres hinzugekommen. Und wenn es dann wirklich klappen sollte, wäre es auch nur konsequent, wenn die 23 bei Bövinghausen auf Lebzeiten nicht mehr vergeben wird.

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Als gebürtiger Dortmunder bin ich großer Fan der ehrlich-direkten Ruhrpott-Mentalität. Nach meinem journalistischen Start in der Dortmunder Stadtredaktion, schreibe ich mich gerade als Volontär durch die Redaktionen in der Region.
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Lukas Wittland

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