Osmanlispor Dortmund steht nach der Sperre seines Trainers vor einer schwierigen Situation. © Stephan Schuetze
Fußball

Einer der bekanntesten Sportlichen Leiter der Stadt hört bei seinem Klub schon wieder auf

Erst im September 2020 hat er bei seinem neuen Klub angeheuert. In einer Zeit, in der der Verein eine schwierige Phase durchlief. Jetzt verlässt er den A-Ligisten wieder.

Aktuell ruht der Fußball. Trotzdem sind die Sportlichen Leiter der Stadt extrem aktiv. Allerorts hört man von Vertragsverlängerungen, Neuverpflichtungen oder laufenden Verhandlungen. Ein Kaderplaner hat dagegen mit sofortiger Wirkung sein Amt niedergelegt.

Hasan Kayabasi, der vor allem erfolgreiche Arbeit beim Lüner SV geleistet hat und auch beim VfL Kemminghausen, SC Fatih und IG Bönen aktiv war, hört bei seinem Klub SC Osmanlispor sofort auf. „Warum bis zum Ende der Spielzeit warten“, sagt er, „sind wir doch mal realistisch. Die Saison ist doch schon beendet. Bei den Zahlen wird doch nicht mehr angepfiffen“, sagt Kayabasi.

Er geht nicht im Bösen, wie er betont, „ich habe Osmanlispor aber angeboten, beratend weiter zur Seite zu stehen“, sagt Kayabasi. Somit war er nur sieben Monate beim A-Ligisten tätig – hat aber sehr viel erlebt.

Hasan Kayabasi ist nun beim SV Brackel 06 beschäftigt.
Hasan Kayabasi ist nun beim SV Brackel 06 beschäftigt. © Stephan Schuetze © Stephan Schuetze

Da war zum Beispiel der Spielabbruch gegen den VfB Lünen, als ein Spieler des SC Osmanlispor den Schiedsrichter niederschlug und trat. Der Akteur wurde daraufhin für acht Jahre gesperrt. Kayabasi übernahm die Krisenkommunikation, distanzierte sich sofort von diesem Spieler. Er fuhr an dem traurigen Tag für den Fußball in Dortmund die Frau des Schiedsrichters sogar ins Krankenhaus zu ihrem Mann.

Er war auch an den Gesprächen beteiligt, bei denen beschlossen wurde, dass der Klub jetzt den Kunstrasenplatz des TuS Rahm nutzen darf. Zuvor kickte Osmanlispor noch auf dem Ascheplatz des FC Nette. „In dem Klub sind viele sehr nette Menschen am Werk. Ich habe den Klub auch lieb gewonnen. Ich habe aber gemerkt, dass nicht viel zu bewegen ist. Deshalb habe ich für mich beschlossen zu gehen. Vielleicht bietet sich mal wieder etwas im überkreislichen Bereich an“, sagt Kayabasi.

„Wir sind natürlich traurig, dass er geht. Er war in der kurzen Zeit eine große Unterstützung für uns. Es wird aber weitergehen beim SC Osmanlispor“, sagt Osmanlispors Vorstandsmitglied Tolga Porsuk.

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Thomas Schulzke

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