Hombruchs Ex-Kapitän Kevin Mattes (l.) trägt ab Sommer das Trikot des Lüner SV. © Stephan Schuetze
Fußball-Landesliga

Ex-Hombruch-Kapitän Kevin Mattes spricht erstmals über seinen brisanten Wechsel zum Lüner SV

Kevin Mattes wechselt im Sommer zum Lüner SV. Der Transfer des Ex-Hombruch-Kapitäns steht bereits seit vielen Wochen fest. Jetzt hat Mattes erstmalig öffentlich über den Transfer gesprochen.

Es war im Februar, als der Wechsel zweier Dortmunder Amateurfußballer hohe Wellen schlug. Es sickerte durch, dass Kevin Mattes und Jan Hennig, beide zu der Zeit in Diensten des Landesligisten Hombrucher SV, im Sommer zum Lüner SV wechseln werden – trotz Zusage beim HSV. Die Verantwortlichen beim HSV, allen voran der Sportliche Leiter Willi Tiemann, waren außer sich, warfen dem Duo Charakterschwäche und Wortbruch vor. In dieser Woche hat der LSV den Wechsel von Mattes offiziell verkündet. Im Gespräch äußert sich der Mittelfeldspieler erstmal zu seinem neuen Verein und seine Wechselgründe.

Zwei Gründe seien ausschlaggebend gewesen, warum Mattes sich trotz seiner Zusage dazu entschlossen habe, den Hombrucher SV zu verlassen und zum Lüner SV zu gehen. „Das war einmal die gute sportliche Perspektive, die ich in Lünen sehe und einmal die Gemeinschaft, die mir auch neben dem Fußballplatz sehr wichtig ist. In Lünen treffe ich auf ein paar Freunde wie zum Beispiel Phil Rosenkranz“, sagt Mattes, der dem LSV eine „brutale Qualität“ im Kader bescheinigt. Die Aufgabe LSV reize ihn daher sehr.

Daneben habe vor allem die Möglichkeit, mit seinem künftigen Trainer Axel Schmeing zu arbeiten, eine Rolle beim Wechsel gespielt. „Überall wo er trainiert hat, hat er einen Erfolg in seiner Vita stehen. Ich bin ambitioniert und möchte auch mal aufsteigen. Das wäre eine nette Erfahrung“, sagt Mattes, der im Seniorenbereich noch keine Meisterschaft gefeiert hat. „In Hombruch hat es für den großen Wurf leider nie gereicht“, fügt der Ex-HSV-Kapitän hinzu.

Dass der Konkurrenzkampf beim Lüner SV größer werden wird als in Hombruch dessen ist sich Mattes bewusst. Er sehe die neue Aufgabe als große Herausforderung und freue sich. „Man muss sich strecken, da habe ich Lust drauf. In Hombruch hatte ich immer meinen Platz, wenn ich meine Leistung gebracht habe. Jetzt ist ein noch größerer Konkurrenzkampf gegeben“, sagt der Mittelfeldmann, der sich nun auf weitere Auswärtsfahrten einstellen muss, da der LSV bekanntlich die Staffel gewechselt hat und nun in der Westfalenliga 1 kickt.

Mattes findet das ein wenig schade. „Ich freue mich zwar auf die neuen Mannschaften und Gegenspieler, aber ich finde es schade, dass dadurch die Lokalduelle verloren gehen. Ich hätte schon gerne gegen beispielsweise Wickede gespielt hätte“.

Bevor Kevin Mattes seine neue Aufgabe jedoch antreten wird, muss er sich noch von seinen ehemaligen Mitspielern verabschieden. „Das wird sehr, sehr schwer für mich. Ich habe schon ein paar Verabschiedungen mitmachen müssen und musste da mit den Tränen kämpfen. Jetzt einen eigenen Abschied zu haben, ist für mich noch völlig surreal. Hombruch ist mein Herzensverein und wird immer mein Herzensverein bleiben“, sagt der 24-jährige Mattes, der insgesamt 17 Jahre beim HSV aktiv war.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer