Die Lüner Nachbarn haben sich auch Verstärkungen aus Dortmund geholt. © Schaper
Fußball-Westfalenliga

Ex-Hombrucher feiert erfolgreiche Rückkehr nach Dortmund – umgeschult und torgefährlich

Vom Kapitän zum Neuling - über Jahre war er bei seinem Dortmunder Klub eine feste Größe. Dann kam der Wechsel in die Nachbarstadt eine Etage höher - und ein Neuanfang auf neuer Position.

Die Rückkehr nach Dortmund verlief am Donnerstag äußerst erfolgreich. 4:1 gewann Westfalenligist Lüner SV das Testspiel beim Bezirksligisten VfL Kemminghausen. Standesgemäß, möchte man sagen. Doch für den Rückkehrer im Lüner Team war der Abend dennoch besonders.

Gleich dreimal verzeichnete der Spielbericht Kevin Mattes als Torschützen. Für einen defensiven Mittelfeldspieler keine schlechte Quote. „Allerdings hat mich der Schiedsrichter einmal falsch eingetragen. Also waren es nur zwei Tore. Der Abend war trotzdem ganz gut“, lacht Mattes.

Die Stippvisite in Dortmund, wo Mattes über viele Jahre beim Hombrucher SV eine feste Größe war, ist aber durchaus sinnbildlich zu sehen für seinen Einstieg in der Westfalenliga. Denn auch wenn der Wechsel zur neuen Saison nicht ohne Irritationen und Störgeräusche vonstatten gegangen war, so fühlt sich Mattes in Lünen doch gut angekommen.

„Klar war das auch ein Neuanfang für mich – dazu auch noch eine Liga höher. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass man es mir beim Lüner SV leicht macht.“ Klar war für Mattes immer, dass auch er seinen Teil zum Gelingen beitragen muss. Dazu gehörte, dass es für ihn selbstverständlich war, von der Zentrale zum rechten Außenverteidiger „umzuschulen.“

„Mein Anliegen war es immer, möglichst schnell zu spielen. Und wenn das auf dem Platz des rechten Verteidigers ist – wunderbar“, sagt Mattes jetzt. Für ihn umso erfreulicher, da er die gestiegenen Ansprüche in der Westfalenliga durchaus wahrgenommen hat. „Ich habe es vor allem sofort im Training gespürt, wo es eben doch noch eine Nummer schneller und intensiver zu Werke geht.“

Kevin Mattes trug über Jahre das Trikot des Hombrucher SV.
Kevin Mattes trug über Jahre das Trikot des Hombrucher SV. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Und wo geht es hin mit dem Lüner SV? Der Start in die neue Spielzeit, war mit vier Punkten aus der drei Spielen optimistisch formuliert stabil. Geht da noch mehr? „Die Vorbereitung war schwierig – viele Verletzte, viele Urlauber, viele Neue. Von daher war der Start in Ordnung“, sagt Mattes. „Aber die Schwierigkeiten werden nicht mehr, sondern weniger. Ich glaube, wir werden uns weiter finden und dann ein richtig gute Rolle in der Liga spielen.“

Wie hoch das letztlich seinen neuen Klub in der Liga bringen wird, dazu wagt Mattes keine Prognose. „Wir sind ganz gut beraten, erstmal mit etwas Bescheidenheit in die Saison zu gehen.“ Zumal der erste Platz ja ohnehin schon vergeben scheint. „Preußen Espelkamp ist in der Staffel 1 sowas wie das Pendant zu Bövinghausen in der Staffel 2. Die sind einfach so gut besetzt, dass sie es am Ende wohl machen werden. Unser Ziel für diese Spielzeit ist es, dahinter richtig etwas aufzubauen. Und dann schauen wir mal, was nächste Saison für uns drin ist.“

Ob Mattes dann weiter den Rechtsverteidiger gibt oder doch wieder in der Zentrale für Ordnung sorgt, ist die Frage. Beim Test in Kemminghausen hat er sich in der alten Rolle jedenfalls auch wieder wohlgefühlt. „Vor dem Spiel hab ich noch kurz nachgedacht, weil ich mich in die Rolle des rechten Verteidigers schon reingefunden habe. Aber auf dem Platz hat es sich schnell gefügt. Und in der zweiten Halbzeit war ich mit wachsender Sicherheit auch offensiver.“ Was ihm letztlich drei – pardon – zwei Tore beschert hat.

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Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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