Westfalia-Coach Christian Knappmann muss nun doch ohne seinen Königstransfer planen. © K_V
Fußball-Oberliga

Ex-Türkspor-Spieler schließt sich erst Herne an und nun dem TuS Haltern – aber warum?

In der vergangenen Saison hat er für Türkspor Dortmund gespielt, jetzt sollte es zurück zu seinem Herzensverein Westfalia Herne gehen - doch der Spieler entschied sich um. Für Haltern. Aber warum?

Noch vor einem Jahr verkündete Türkspor Dortmund ihn als Neuzugang. Er galt als Königstransfer mit einer großen Packung an Oberliga-Erfahrung, sollte Türkspor dabei helfen, in die Westfalenliga aufzusteigen. Durch die Saisonannullierung wurde daraus bekanntlich nichts. So entschloss sich der Spieler, zurück zu seinem Herzensklub zu wechseln – nach Herne. Doch jetzt, keine vier Monate später, die Überraschung. Der Spieler wechselt nun nochmal woanders hin – zum TuS Haltern.

Der Wechsel kommt überraschend. Maurice Temme, ehemaliger Kicker von Türkspor Dortmund, wechselt nun doch nicht zum SC Westfalia Herne, sondern zum Ligakonkurrenten TuS Haltern. Im Januar noch verkündete die Westfalia Temme als Neuzugang. Temme damals via Social-Media: „Ich habe die Westfalia, die tollen Fans und Trainer Christian Knappmann einfach vermisst. Der Kontakt zum Coach ist nie abgebrochen. Ich bin glücklich, dass ich wieder nach Hause komme.“

Daneben freute sich auch Coach Christian Knappmann über den Herner Rückkehrer. „Mit Maurice Temme kehrt eine echte Identifikationsfigur, ein Leader, ein herausragender Fußballer und ein überragender Mensch zurück zur Westfalia“, so Knappmann damals. Nun die Kehrtwende. Temme wechselt im Sommer zum TuS Haltern, kehrt Herne den Rücken.

Was sagt Knappmann dazu? „Es gab eine vertragliche Möglichkeit, im Sommer zu wechseln. Natürlich bin ich traurig wegen seiner Entscheidung, aber nicht verärgert. Mir war vorher klar, dass Maurice wechseln kann“, so Knappmann im Gespräch mit dieser Redaktion. Aber kann der Coach den Wechsel seines Schützlings nachvollziehen? „Sportlich nicht. Da macht das für mich keinen Sinn“, so Knappmann vielsagend, der zudem nach eigener Aussage gar keine Berechtigung habe, sauer auf Temme zu sein. Westfalia Herne wolle nun auf den Temmes Abgang reagieren und noch einen Spieler für das defensive Mittelfeld verpflichten. „Wir sind nicht blauäuig, haben noch ein Portfolio an Spielern“, so der Coach des Oberligisten.

Ein Grund für Temmes Sinneswandel war dabei scheinbar Tim Eibold, zuvor ebenfalls bei Türkspor Dortmund und bei Westfalia Herne als Sportlicher Leiter aktiv. Der lotste Temme zu Haltern und ist voll des Lobes für Temme. „Nach der Verpflichtung von David Loheider ist Maurice Temme sicherlich ein weiterer Königstransfer. Als sich die Chance ergab, Maurice zu bekommen, mussten wir es versuchen. Meiner Meinung nach hat er seine Klasse auf diesem Niveau nachweislich unter Beweis gestellt“, wird Eibold auf der Homepage des TuS zitiert.

Temme selbst äußerte sich ebenso auf der Homepage des TuS Haltern zu seinem Transfer. „Ich bin Tim dankbar, dass er mir kurzfristig den Weg zum TuS eröffnet hat und ich zukünftig ein Teil des Vereins sein darf“, wird der Sechser auf der Homepage zitiert und ergänzt: „Darüber hinaus waren die Gespräche mit Timo Ostdorf (Coach Haltern, Anm. d. Red.) ebenfalls super. Er hat mir den Weg aufgezeigt, mit dem ich mich voll und ganz identifizieren kann. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe.“

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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