Der FC Roj hat wieder auf dem Transfermarkt zugeschlagen. © Folty
Fußball-Bezirksliga

FC Roj setzt großes Ausrufezeichen und holt sich einen Oberliga-Spieler

So etwas nennt sich wohl Top-Transfer. Der FC Roj lässt seinen großen Worten nun auch Taten folgen und präsentiert einen namhaften Neuzugang, der es in sich hat. Er kommt aus der Oberliga.

Das ist eine Kampfansage an die Bezirksliga-Konkurrenz! Der FC Roj präsentiert seinen zweiten Neuzugang für die kommende Saison. Nach der Verpflichtung von 43-Tore-Stürmer Jwaw Mohammad wechselt nun der nächste Kracher zum FCR. Dieses Mal hat sich der Sportliche Leiter Nagdet „Nagi“ Magid in der Oberliga bedient.

Der Neuzugang ist Linksfuß, hat in seiner Jugendzeit schon in der Bundesliga gespielt und kommt nun von einem Oberligisten zum FCR. Die Rede ist vom 24-jährigen Dlyar Musa. Den Verteidiger zieht es von der TSG Sprockhövel, für die er seit 2018 aktiv ist, runter in die Bezirksliga zum FC Roj. Ein Königstransfer für den aufstrebenden Dortmunder Klub, der es sich vorgenommen hat, in der kommenden Saison um den Landesliga-Aufstieg mitzuspielen.

Vor seiner Station bei der TSG Sprockhövel sammelte Musa beim Oberligisten TuS Ennepetal, beim SV Merseburg 99 sowie bei Sandersdorf seine Spielminuten als Fußballer. In der Jugend war der Defensivmann für den Hallescher FC aktiv.

Welche Argumente hat der FC Roj?

Die Fragen, die sich bei solch einem Transfer natürlich stellen, sind: Warum wechselt ein Oberliga-Spieler runter in die Bezirksliga? Welche Argumente hatte der FC Roj auf seiner Seite, um solch einen talentierten und qualitativ hochwertigen Spieler zu verpflichten? Magid klärt auf: „Er kennt unseren Trainer noch von früher. Unser Coach hat den Kontakt hergestellt.“ Der neue Roj-Trainer heißt bekanntlich Jan Ramadan, den der Klub ebenfalls erst kürzlich vorgestellt hat.

Mit Dlyar Musa möchte der Bezirksliga-Klub allen voran seine in der Vergangenheit wackelige Defensive aufbessern. Musa könne sowohl in der Innenverteidigung agieren als auch als Außenverteidiger auflaufen. „Er bringt eine gewisse Schnelligkeit mit, dirigiert auf dem Platz und bringt viele Impulse mit“, sagt Magid.

Einen kleinen Haken hat der Transfer aber dann doch. Denn Dlyar Musa hat eine schwerwiegende Verletzung hinter sich. Wegen eines Kreuzbandrisses kam der 1,79 Meter große Verteidiger in der abgelaufenen Spielzeit nur auf acht Saisonspiele. Magid betont aber: „Er ist schon wieder fit, kann wieder laufen und trainiert auch schon. Wenn die Saison bald losgehen würde, wäre er da und fit.“

Die ersten beiden Transfers für das große Ziel Landesliga hat der FC Roj nun getätigt. Auf die nächsten Neuzugänge müsse man laut Nagdet Magid aber nicht lange warten. Schon in den kommenden Tagen wolle der Klub die nächsten Verpflichtungen verkünden. Magid verspricht schon jetzt: „Auch da sind wieder Kracher dabei.“ Man darf also gespannt sein.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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