Der FLVW um Präsident Gundolf Walaschewski hat schon jetzt eine Veranstaltung im Jahr 2021 abgesagt. © Henrik Martinschledde
Sport in Dortmund

FLVW sagt erste große Veranstaltung für das Jahr 2021 ab – das erste Mal in der Geschichte

Der Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen hat eine erste große Sportveranstaltung für das Jahr 2021 abgesagt. Ein Dortmunder Verein plant dagegen schon erste Events im Januar.

Die Wettkampfkommission des Fußball- und Leichtathletik Verbandes Westfalen (FLVW) schreibt Geschichte – leider aber aus einem unerfreulichen Anlass.

Erstmalig in der Geschichte des Verbandes fallen alle Hallen-Landesmeisterschaften 2021 aus. „Uns bleibt in der aktuellen Situation keine andere Möglichkeit, denn wir tragen eine große Verantwortung gegenüber allen am Wettkampf beteiligten Personen“, betonte die Landes-Wettkampfwartin Melanie Neitzel und hob hervor: „Auch wir möchten vor dem Hintergrund der hohen Infektionszahlen unseren Beitrag dazu leisten, dass die Bevölkerung in den nächsten Monaten einigermaßen gut über die Runden kommt.“

Hingegen werden die deutschen Hallen-Meisterschaften nach dem aktuellen Stand am 20./21. Februar in der Helmut Körnig Halle – wenn nicht anders möglich – vor leeren Zuschauerrängen durchgeführt.

Das machte der LG Olympia Mut, auch die Planungen für das PSD Sparkassen Meeting, das für den 7. Februar terminiert ist, fortzuführen. Das Team „Wettkampforganisation“ mit Timo Goers an der Spitze machte schon im Sommer 2020 mit dem „#backontrack“- und dem „Puma Jump ‚n Run“-Meeting deutlich, dass die Durchführung von sicherem Sport trotz Corona möglich ist und erntete für sein Hygiene-Konzept bei den Behörden, Vereinen und Verbänden viel Lob.

„Ein Restrisiko gibt es natürlich trotzdem noch“

Die räumlichen Probleme einer solchen Veranstaltung in der Körnig-Halle stellt die Organisatoren im Vergleich zum Stadion Rote Erde natürlich vor ganz andere Herausforderungen. Da der zur Verfügung stehende Raum kleiner ist , mussten zur Sicherheit aller Beteiligten Änderungen und Verschärfungen am Konzept vorgenommen werden. „Gesundheit und Infektionsschutz aller Akteure stehen an erster Stelle“, stellt Goers klar. Die Nachverfolgung wird nun auch digital erfasst. Das erleichtert die Identifizierung von Kontaktpersonen, falls erforderlich im Nachgang, aber auch während des Wettkampfes können wir rasch ermitteln, wo sich Athleten und Vereine aufhalten.

„Durch fest zugewiesene Aufenthaltsbereiche für Gruppen und Vereine, sowie individuelle Aufenthaltszeiten für jede einzelne Person in der Halle , wird sowohl die Gesamt-Personenzahl in der Halle und einzelnen Bereichen, der Abstand und Infektionsschutz, als auch die transparente Nachverfolgung sichergestellt“, beschreibt Goers die geplanten Maßnahmen und ist optimistisch, dass diese Gnade bei den Genehmigungsgremien bei der Stadt Dortmund und dem westfälischen Verband finden werden. Davon hängt auch ab, wie viele Zuschauer zugelassen werden.

Er gibt zu: „Das ist ein riesiger organisatorischer Aufwand, den wir aber dank unseres kompetenten und motivierten Wettkampfteams stemmen können. In Verbindung mit der guten Infrastruktur und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern gibt es nur wenige Vereine in Deutschland, die das genauso umsetzen können. Wir werden die Abläufe solange anpassen, bis die Veranstaltung unter Corona-Bedingungen ohne große Bedenken für Anwesende durchgeführt werden können. Ein Restrisiko gibt es natürlich trotzdem noch, doch hat man das beim Einkaufen allerdings auch.“ Schon für den 3. und 17. Januar 2021 hat die LG Olympia zwei Wettkämpfe geplant und hofft, dass dafür die notwendigen Genehmigungen erteilt werden.

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Freier Mitarbeiter
Geboren 1938 in Frankfurt (Main), gelernter Industriekaufmann. Sportlich aktiv als Leichtathlet, nach der aktiven Zeit Trainer und später Mitarbeiter beim TSC Eintracht. Freier Mitarbeiter im Lokalsport der RN für Leichtathletik seit Dezember 1966.
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