Aus dem Dortmunder Norden gibt es forsche Töne an die Konkurrenz. © Foltynowicz
Fußball-Bezirksliga

Forsche Töne aus dem Dortmunder Norden nach Topspiel-Sieg: „Es gibt nur einen Aufsteiger“

In buchstäblich letzter Sekunde konnte der FC Roj am Wochenende das Topspiel der Bezirksliga 9 gewinnen. Ein Spieler ist sich, genau wie der Trainer, sicher, wohin der Weg führen wird.

Erster gegen Vierter hieß es am vergangenen Sonntag in der Bezirksliga Staffel 9. Der FC Nordkirchen gegen den FC Roj. Schon im Vorfeld der Partie zeigte sich Roj-Trainer Jan Ramadan kämpferisch zuversichtlich. „Am Ende ist der FC Roj Erster“, hatte er betont. Seine Mannschaft zeigte den Siegeswillen auf dem Rasen.

„Brutal wichtig“ sei der Sieg gewesen, erklärt Marcel Ramsey, Offensivspieler beim FC Roj. Früh war man in Nordkirchen in Führung gegangen, Ramsey selbst erzielte nach fünf Minuten das 1:0 aus Roj-Sicht.

Doch „Nordkirchen war in der zweiten Halbzeit besser im Spiel, wir waren verunsichert“, schildert Ramsey die Situation nach dem Seitenwechsel. Nicht einmal zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Nordkirchen zum Ausgleich kam.

Eine Viertelstunde vor Spielende konnte der Tabellenführer das Spiel sogar drehen und in Führung gehen. „Nach dem 1:2 war das Spiel eigentlich weg“, resümiert Ramsey. Besonders bitter daran: „Beide Gegentore fielen nach individuellen Fehlern“ – Nordkirchens Ausgleich zum 1:1 war sogar ein Eigentor.

Doch gerade Ramsey war es zu verdanken, dass es für Roj beim „eigentlich“ blieb. In der 88. Spielminute war er es, der mit einem „eigentlich haltbaren Ball“ für den Ausgleich auf Seiten des FC Roj sorgte. Und Ramsey wollte noch mehr. Während seine Mannschaftskollegen schon ausgiebig über den vermeintlichen späten Punktgewinn jubeln wollten, habe der 31-Jährige ihnen zu Verstehen gegeben, dass „hier noch mehr drin ist“.

Eine Anweisung, die sich bezahlt machen sollte. In der vierten Minute der Nachspielzeit kam Roj tatsächlich noch zum Siegtreffer und steht nun nur noch einen Punkt hinter Mengede und eben Nordkirchen. „Das Quäntchen Glück war endlich mal bei uns“, berichtet Ramsey nach dem turbulenten Spiel.

Insbesondere in den ersten beiden Saisonspielen – die beide unentschieden ausgingen – habe diese Portion Glück noch gefehlt. Der Sieg bei Nordkirchen sei zudem „wichtig für die Moral“ gewesen. Da man aktuell sehen könne, wie die Mannschaft „von Woche zu Woche stärker“ würde, könnte man jetzt „mit einer breiten Brust“ in das nächste Wochenende gehen. Dort wartet auf den FC Roj am kommenden Sonntag das nächste Topspiel, diesmal gegen Mengede.

Das seine Mannschaft dort einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen wird, ist für Marcel Ramsey sicher. „Bei unserer Art und Weise, wie wir spielen, der Intensität und der Qualität, ist es ein Muss, dass wir aufsteigen“, so der Offensivmann. Gegner wie Nordkirchen oder Mengede könnten etwas dagegen haben – oder etwa nicht? „Wir haben alles selbst in der Hand und können uns nur selber schlagen“, erklärt Ramsey. Siegessicher wie sein Trainer vor dem Spiel fügt er nach dem Sieg im (ersten) Topspiel an: „Es gibt nur einen Aufsteiger. Das sind wir“. Der Erfolgshunger scheint im gesamten Verein enorm groß.

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