Trainer Frank Eigenwillig (rechts) hat Zeit etwas aufzubauen. © Stephan Schuetze (Archiv)
Fußball-Kreisliga A

Frank Eigenwillig (Barop) nach drei Niederlagen: „Effizienz katastrophal, Leistung okay“

RW Barop ist mit drei Niederlagen in die neue Saison gestartet. Wir haben mit dem Trainer Frank Eigenwillig über den Fehlstart gesprochen.

Frank Eigenwillig ist das Paradebeispiel eines Gemütsmenschen. Der Trainer von RW Barop ist lange im Geschäft, lebenserfahren, gelassen und humorvoll. Stellt sich die Frage, ob ihn der schlechte Saisonstart mit dem A-Ligisten nach drei Spielen (0 Punkte, 3:9 Tore) nicht doch aus der Ruhe bringt.

Frank Eigenwillig, wir fragen offen, wie Sie diesen Start einordnen…

Ergebnistechnisch katastrophal, die Effizienz katastrophal, die Leistung okay.

Wie erklären Sie sich das?

Ich bin alt genug, zu wissen, dass es komisch klingt. Wir müssen alle Spiele nicht verlieren. Jetzt vor dem Spiel gegen Hellweg hatte ich gedacht, heute platzt der Knoten. Und was passiert? Nach 48 Sekunden fangen wir uns den ersten Gegentreffer. Und doch hatten wir bestimmt zehn richtig gute Chancen.

Also das alte Lied der verpassten Chancen?

Das wäre dann doch zu einfach. Wir hatten vier ganz junge Leute im Team, gerade von unseren A-Junioren gekommen. Aber nicht nur für die Jungs trifft zu, dass wir einfach zu naiv sind. Ich könnte jetzt lamentieren und es auf drei, vier fehlende Stammspieler schieben, aber das ist es ja nicht nur.

Gibt es im Verein genügend Leute, die Ihre Meinung teilen?

Ja, ich habe Olaf Muschal, unseren Sportlichen Leiter, gefragt, ob ich jetzt keine Ahnung mehr vom Fußball habe, wenn ich sage, dass wir besser sind als unsere Ergebnisse. Er sagte, dann hättee er auch keine Ahnung. Auch sonst lassen sie uns im Verein in Ruhe unsere Arbeit machen.

Aber auch Sie hätten bestimmt gerne mehr Ertrag…

Natürlich, das habe ich ja eingangs erwähnt. Diese mangelnde Effizienz ist einfach ärgerlich. Die Jungs sind fit, arbeiten gut, als Mannschaft sind wir intakt.

Fehlt der Knipser?

Nicht unbedingt. Vielleicht eher einer, bei dem der Knoten platzt. Ein Tor hat unser Leon Besancon ja gegen Lütgendortmund ja gemacht. Zu oft haben auch andere nicht getroffen. Aber sehen Sie sich Erling Haaland an.

Ah, der alte Eigenwilligsche BVB-Vergleich?

Ja, ich vergleiche doch immer gerne, um meine Ideen zu verdeutlichen. Haaland strotzt vor Selbstbewusstsein, der hat seinen Lauf, natürlich auch seine Klasse, der trifft nach Belieben. Aber es gibt eher einen Bundesligisten, der mich an uns erinnert: RB Leipzig!

Wie bitte?

Ich meine natürlich nicht das Konstrukt RB mit seiner Art und seinen Möglichkeiten. Aber die sind auch deutlich besser als ihr Tabellenplatz. Und ich gehe – wie bei uns – davon aus, dass wir das bald auch an den Ergebnissen ablesen können.

Was muss also passieren?

Wir spielen jetzt beim Kirchhörder SC II, einem guten Gegner. Aber wenn wir da den Hebel rumreißen und nicht nur gut spielen, sondern den Knoten platzen lassen, kommen wir schnell da unten raus.

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