Werden die Teams aus Lünen und Schwerte bei der nächsten Hallenfußball-Stadtmeisterschaft in Dortmund mit dabei sein? Der Fußballkreis Dortmund, um Vorsitzenden Jürgen Grondziewski, hat eine Entscheidung getroffen. © Foltynowicz
Hallenfußball-Stadtmeisterschaft

Fußballkreis Dortmund hat entschieden, ob Lüner und Schwerter in der Halle noch dabei sind

Es ist seit Jahren der Streitpunkt während der Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Mit oder ohne auswärtige Teams? Jetzt hat der Kreis entschieden, wie es im Winter läuft.

Das Finale Lüner SV gegen den BSV Schüren ist eines der prägendsten in der langen Hallenfußball-Geschichte. 2016/2017 durften Lüner und Schwerter Teams zum ersten Mal an der Hallenfußballstadtmeisterschat teilnehmen.

Die Aufregung war im Vorfeld bei vielen Dortmunder Mannschaften groß. Viele Klubs waren gegen die Öffnung des Turniers.

Und wie es am Ende kommen musste, zog der damalige Westfalenligist auch ins Finale ein. Die Mannschaft von Mario Plechaty zelebrierte damals Hallenfußball, mit tollen Technikern wie Ricardo Ribeiro, Volkan Ekici oder Florian Juka.

Fans skandieren: „Wir sind alles Dortmunder Jungs“

Im Finale herrschte dann eine Stimmung, die es bei den Titelkämpfen noch nie gegeben hatte. Bis auf die 200 Lüner Fans waren alle auf der Seite des BSV Schüren.

Die 4500 Fans skandierten immer wieder „Wir sind alles Dortmunder Jungs“, und buhten den Lüner SV bei jeder Ballberührung aus. Es war ein Zeichen der Zuschauer, was sie von der Entscheidung hielten, Lüner und Schwerter zuzulassen. Dem Lüner SV war kein Vorwurf zu machen. Der Klub trat sympathisch auf und zeigte den besten Hallenfußball während des Turniers. Und am Ende gewann der LSV durch einen Treffer von Daniel Mikuljanac das Finale mit 1:0.

Die Stimmung gegenüber den Gästen änderte sich in den kommenden Jahren nicht. Die Dortmunder nahmen die Lüner und Schwerter Klubs nicht auf. Die Vereine aus Schwerte und Lünen fühlten sich wie ungebetene Gäste, nahmen das Angebot des Kreises, bei dieser überragenden Veranstaltung dabei zu sein, immer wieder an. Verständlich.

Das ist aber erstmal Geschichte. Im kommenden Winter wird kein Team aus Lünen und keine Mannschaft aus Schwerte an den Start gehen. Das hat der Fußballkreis den Lünern und Schwertern am Dienstagabend in einer Videokonferenz mitgeteilt. Zwei Schwerter und fünf Lüner Teams nahmen an dem Gespräch teil. Zuvor hatte der Vorstand des Kreises darüber abgestimmt.

Der Kreisvorsitzende Jürgen Grondziewski erklärt die Gründe: „In diesem Winter starten nur noch 60 anstatt 72 Mannschaften. Das ist es doch klar, dass wir die Dortmunder Vereine bevorzugen und sie nicht für Teams aus Schwerte und Lünen opfern.“ Bis zu elf Plätze hätten die Gästevereine einnehmen können, weil die Ligenzugehörigkeit ausschlaggebend für die Teilnahme ist.

Viele Dortmunder B-Ligisten während auf der Strecke geblieben. Teams wie der B-Ligist SV Westrich, der bei der vergangenen Stadtmeisterschaft bis ins Viertelfinale einzog und für Begeisterung auf und abseits des Feldes sorgte.

Werden die Teams in Zukunft wieder eingeladen?

Der Entschluss ist jetzt nur für die 37. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft so gefallen. Ob Gäste wieder später zugelassen werden, wenn die Anzahl der teilnehmenden Teams wieder aufgestockt wird, lässt Grondziewski offen. Denn eins ist auch klar. Die Lüner und Schwerter Mannschaften haben temporär die Qualität des Turniers angehoben. Das Finale zwischen dem Lüner SV und dem BSV Schüren wird immer eins der geschichtsträchtigsten der gesamten Hallenhistorie bleiben.

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Thomas Schulzke

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