Der FC Brünninghausen hat einen klaren Sieg gegen Türkspor Dortmund gefeiert. © Nils Foltynowicz
Hecker-Cup

Geburtstagskind Gondrum lässt Türkspor alt aussehen – Großkreutz siegt bei Hecker-Cup-Premiere

Der zweite Tag beim Aplerbecker Hecker-Cup sollte zur ersten großen Bühne der gehypten Klubs Türkspor Dortmund und TuS Bövinghausen werden. Aber der erste Hauptdarsteller trug Blau.

Es war das Bünninghauser Blau, das Geburtstagskind Florian Gondrum anhatte. Er leitete mit seinen beiden Treffern den klaren Auftaktsieg seines FCB ein. Der zweite Mann im Fokus hatte im zweiten Spiel die Nummer 19 auf dem Rücken. Alle Borussen wissen, Kevin Großkreutz ist gemeint.

FC Brünninghausen – Türkspor Dortmund 3:0 (2:0)

Florian Gondrum brachte seinen FCB in Front. Bereits zur Pause hatte er zweifach zugeschlagen (7. und 39.). Der Spielertrainer wird älter, sein Tordrang bleibt offenbar ewig jung und frisch. Der jetzt 31 Jahre alte Angreifer hatte zwei echte Chancen, und die nutzte er in bewährter Manier eiskalt aus. Damit ist allerdings die Geschichte der ersten Hälfte erzählt. Türkspor Dortmund setzte kaum Impulse.

Dass Coach Sebastian Tyrala nur wenige Spieler aus dem Kreis, der zum Saisonstart Ende August zum Stamm zählen dürfte, zur Verfügung hatte, blieb den Zuschauern kaum verborgen. Nach dem Wechsel agierte der Landesligist gegen den Westfalenligisten etwas mutiger, kam aber durch die sehr gut organisierte Brünninghauser Abwehr kaum durch.

Dafür schlug dann Jonas Telschow an alter Wirkungsstätte zu. Nach Vorarbeit von David Vaitkevicius war er zur Stelle und staubte ab (61.). Gondrum freute sich über Sieg und Tore und versprach: „Ich schmeiße gleich eine Runde. Wir haben auch verdient gewonnen, weil wir in den gefährlicheren Zonen waren, während Türkspor in den nicht so brenzligen Zonen einig Bälle hatte.“ Sebastian Tyrala bestätigte das, was alle geahnt hatten: „Wir gehen auf dem Zahnfleisch.“

TuS Bövinghausen – Mengede 08/20 3:1 (1:0)

Natürlich wird es viele spannende Geschichten geben, die beide Teams schreiben werden. Wenn aber der Weltmeister Dortmunds beliebtestes Turnier zum ersten Mal beehrt, blicken eben alle auf ihn. 500 Zuschauer wollten ihn sehen. Dabei gehörte das erste Highlight aus Sicht des Westfalenligisten einem etablierten Bövinghauser: Aleksandar Gjorgijevski (7.) verwertete eine der vielen gefährlichen TuS-Flanken und köpfte ein.

Gegen Bezirksligist Mengede, aus dessen Reihen Torjäger Aaron Vasiliou sein Glück mit Lupfern von der Mittellinie versuchte, dominierte der TuS, hatte noch eine Riesen-Chance durch Gjorgijevski. Während alle Bövinghauser, jubelten, sah es der Schiedsrichter Dominik Sellung anders: „So weit über der Linie“, reklamierte der engagierte Großkreutz und zeigt mit seinen Armen einen halben Meter an. Ehe der TuS erneut mit dem Unparteiischen haderte, hatte er dann doch seinen zweiten Treffer erzielt. Marco Onucka (44.) schloss ab. Dann wieder TuS-Ärger: Elfmeter gab es: Routinier Tim Gebauer verwandelte unbeeindruckt (44.). Wieder Onucka mit dem 3:1 entschärfte die Brisanz ein wenig (52.). Bei Großkreutz überwog dann doch das Positive: „Hat Spaß gemacht, selbst wenn der Schiedsrichter nur gegen uns gepfiffen hat.“

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Freier Mitarbeiter
Dortmunder Jung! Seit 1995 im Dortmunder Sport als Berichterstatter im Einsatz. Wo Bälle rollen oder fliegen, fühlt er sich wohl und entwickelt ein Mitteilungsbedürfnis. Wichtig ist ihm, dass Menschen diese Sportarten betreiben. Und die sind oft spannender als der Spielverlauf.
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Alexander Nähle

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