Ein Spieler des FC Brünninghausen hat sich am Sonntag verletzt. © Nils Foltynowicz
Fußball-Westfalenliga

Hochspannung: Spieler des FC Brünninghausen verletzt sich und zittert später im Krankenhaus

Der FC Brünninghausen muss für längere Zeit auf einen wichtigen Spieler verzichten. Der Neuzugang verletzte sich am Sonntag und bangte noch im Krankenhaus um drei Punkte - vergeblich.

Zwei Punkte und dann auch noch einen wichtigen Feldspieler verloren: Der vergangene Sonntag des FC Brünninghausen lässt sich ohne Probleme in die Kategorie „Gebraucht“ einsortieren. Der verletzte Spieler zitterte mit seinen Teamkollegen noch aus dem Krankenhaus heraus – doch es nützte nichts. Den Dreier verspielte der FCB in der Schlusssekunde.

Immer und immer wieder fummelt Dominik Deppe an seinem Handy herum. Der Brünninghausener ist angespannt, leidet mit seinen Teamkameraden mit, leidet aber auch unter starken Schmerzen. Deppe sitzt im Krankenhaus, sein Fuß ist dick angeschwollen. Seine Mannschaft führt zu diesem Zeitpunkt noch mit 2:1 beim SV Concordia Wiemelhausen. Einen Großteil der Partie hat Deppe selbst auf dem Platz miterlebt. Ihm stecken 62 Westfalenliga-Minuten in den Knochen – vor allem aber auch in seinem Sprunggelenk. Das pocht.

Deppe sehnt den Schlusspfiff herbei, er verfolgt einen Liveticker seiner Mannschaft, wischt immer wieder an seinem Handy herum. Die sechste Minute der Nachspielzeit läuft, plötzlich bimmelt es auf Deppes Smartphone. 2:2 und Schluss. Doch noch der Ausgleich. Deppe ist enttäuscht. „Danach ging es mir nicht besser“, gibt er am Montagmittag zu.

Mittlerweile kennt der 26-jährige Neuzugang, der im Sommer vom Lüner SV zum FCB wechselte, seine Diagnose: Außenbandriss im Sprunggelenk. Zwischen vier und sechs Wochen muss er pausieren. Die noch am Sonntag befürchtete Diagnose, dass es sich um einen Riss des Syndesmosebandes handeln könne, bestätigte sich im MRT nicht. „Zum Glück“, sagt Deppe am Montag. Die Verletzung zog er sich bei einem normalen Zweikampf zu.

Vier bis sechs Wochen Pause also – das Derby gegen den BV Westfalia Wickede am kommenden Sonntag verpasst Deppe damit auf jeden Fall. Das ärgert ihn. „Natürlich ist es ärgerlich, dass ich jetzt fehle. Wir waren als Mannschaft gut in Form, auch ich war wieder fit, habe die ganze Vorbereitung durchgezogen, alles lief nach Plan. Aber da muss ich jetzt durch“, sagt Deppe, dem allerdings die Corona-Pandemie – zumindest was seine Verletzung angeht – in die Karten spielen könnte.

Denn falls es wegen der steigenden Zahlen tatsächlich zu einem Saison-Stopp kommen würde, würde Deppe nicht allzu viele Partien verpassen. „Wir hatten zuletzt das Motto, dass wir jedes Spiel genießen wollen, weil es das letzte sein könnte“, sagt der FCB-Neuzugang.

„Genießen lernen“ muss er jetzt seine spielfreie Zeit, um dann vielleicht wieder im Dezember mit seinem FCB angreifen zu können.

Über den Autor
Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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