Hombruchs Coach Alexander Enke baut auf einen Dreier gegen Brackel. © Stephan Schuetze
Fußball-Landesliga

Hombrucher SV geht mit „Sechs-Punkte-Anspruch“ ins Derby gegen Brackel

Im Dortmunder Landesliga-Derby gegen den Hombrucher SV kämpft der SV Brackel um Anschluss nach oben. Brackels Trainer Giovanni Schiattarella sieht sein Team emotional im Vorteil.

Der dritte Spieltag in der Landesliga ist ein Frühstarter. Mittendrin der Hombrucher SV und der SV Brackel. Im Dortmunder Landesligaduell treffen die beiden Teams schon am Freitag um 19.15 Uhr (Deutsch-Luxemburger Str. 56) aufeinander.

„Der frühe Termin kommt uns sehr gelegen“, sagt Hombruchs Trainer Alex Enke. „Der Frühstart gibt uns die Möglichkeit, das ärgerliche 0:1 gegen Langenbochum am letzten Wochenende schnell wieder aus den Köpfen zu kriegen.“

Ähnliches gilt auch für den SV Brackel, der zuletzt gegen Türkspor mit 1:4 das Nachsehen hatte und einstweilen mit einem Punkt auf dem Konto in der Tabelle den Anschluss sucht. Trainer Giovanni Schiattarella bleibt dennoch offensiv: „Das 1:4 haben wir am Dienstag vor dem Training abgehakt. Und was die Freude beim Hombrucher SV über das frühe Spiel betrifft: Ist ja noch nicht sicher, ob sich da am Freitag nicht gleich schon das nächste Negativerlebnis anschließt.“

Trotz ähnlicher Ausgangslagen mit zuletzt jeweils einer Niederlage wollen beide Trainer noch nicht von einer richtungsweisenden Partie sprechen. „Aber, das muss man auch zugeben“, so Alex Enke. „Es macht eben einen Unterschied, ob du nach drei Spielen mit sechs oder mit drei Punkten dastehst. Mit sechs ist alles super, mit drei nicht. Unser Anspruch sind sechs Punkte.“

Brackels Trainer Giovanni Schiattarella sieht gute Chancen für seine Mannschaft. © Schaper © Schaper

Diesen Anspruch einzulösen, dafür hat der HSV aus Enkes Sicht alle Möglichkeiten: „Auch nach dem 0:1 am letzten Sonntag gibt es überhaupt keinen Grund, Trübsal zu blasen. Da ist soviel zuletzt richtig gut gelaufen, dass es keinen Grund gibt, irgendwas davon über den Haufen zu schmeißen.“

Schiattarella hingegen sieht vor allem eine Baustelle: „Wir müssen die Quote der individuellen Fehler drastisch verringern. Solche Fehler haben uns jetzt in zwei Spielen Punkte gekostet.“ Das soll sich schon gegen den HSV ändern. Brakels Coach schätzt das Hombrucher Team zwar: „Die spielen schon länger zusammen. Und das merkt man natürlich. Trotzdem, morgen ist Derby, da sind auch Emotionen auf dem Platz. Das muss nicht unser Nachteil sein.“

Personell haben beide Trainer nahezu die freie Auswahl. Enke muss allerdings auf Tim Schrade, den Doppeltorschützen aus dem Auftaktspiel, verzichten. „Klar fehlt uns Tim Schrade mit seiner Mentalität und seiner Spielweise. Aber ich sehe da auch einige gute Alternativen, mit denen wir das voll auffangen können.“

Welche, das verrät Enke nicht. Nur sein Brackeler Gegenüber hat eine Ahnung: „Ich kann mir schon denken, wie er das macht.“

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Sportredaktion Dortmund
61er-Jahrgang aus Bochum, seit über 35 Jahren im Journalismus zu Hause - dem Sport und dem blau-weißen VfL schon ewig von Herzen verbunden - als Sportredakteur aber ein Spätberufener.
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