Das KSC-Trainergespann Karim Bouasker und Sascha Rammel muss künftig auf einen wichtigen Spieler verzichten. © Schaper
Fußball

Kirchhörder SC verliert einen wichtigen Spieler, obwohl die Zusammenarbeit gut lief

Er war ein wichtiger Spieler im Kader des Fußball-Landesligisten Kirchhörder SC. Jetzt geht er nach 18 Monaten. Ohne Stress, ohne Ärger. Ganz im Gegenteil: Der Rückblick fällt überragend aus.

Der Kirchhörder SC muss einen Abgang verkraften. Nach gerade einmal 18 Monaten zieht es eine wichtige KSC-Stütze vom Fußball-Landesligisten weg – und das obwohl Spieler und Klub miteinander zufrieden waren. Warum also der Wechsel?

Als er vor 18 Monaten vom ostwestfälischen Westfalenligisten VfL Theesen in den Dortmunder Süden wechselte, da war klar, dass er auch wieder zurückgehen würde. Jetzt ist das Referendariat von Florian Ernst beendet – und der Keeper des Landesligisten Kirchhörder SC hat seine Abmeldung bereits formuliert. „Abgegeben hat ich das Formular noch nicht, aber bis zum 31. Dezember muss es ja dem Klub vorliegen. Ich werde es in den nächsten Tagen abgeben“, erklärte der 27-Jährige.

Seit 1. November zurück nach Ostwestfalen

Der „Ur-Bielefelder“, so bezeichnet sich Ernst selbst, hat seine Zelte in Dortmund bereits abgebrochen. Das 18-monatige Referendariat an einer Grundschule in Ergste ist beendet, seit dem 1. November arbeitet er an einer Grundschule in Oerlinghausen und hofft auf eine Verbeamtung. „Natürlich hätte ich gerne die Hinrunde noch zu Ende gespielt, aber dann kam ja Corona und die Runde wurde unterbrochen“, so Ernst.

An seinen Wechsel aus Ostwestfalen nach Dortmund erinnert sich Florian Ernst noch bestens. Karim Bouasker, der zum selben Zeitpunkt den Oberligisten Holzwickeder SC verlassen und zum Kirchhörder SC wechselte – hatte ihm den Tipp gegeben – und Ernst schlug sofort zu. „Das war natürlich schon etwas abenteuerlich. Der KSC hat mich blind verpflichtet. Aber ich denke, das war eine gute Sache für beide Seiten“, so Ernst.

Dickes Lob für tollen Verein und Umfeld

Der Rückblick fällt in der Tat überragend aus. „Der Verein und das Umfeld sind wahnsinnig toll. Ich bin sehr, sehr glücklich, Teil der Mannschaft und des Vereins gewesen zu sein“, so der 27-Jährige. Und im sportlichen Bereich überwiegen die positiven Momente. Der schönste Moment in seiner 18-monatigen Zeit sei der Sieg beim Hecker-Cup 2019 gewesen, so Ernst: „Das war für mich natürlich ein idealer Einstieg. Ich kannte das aus Ostwestfalen einfach nicht. Die Größe des Turniers, die Qualität der Mannschaften, dazu die Berichterstattung in den Medien. Das war schon etwas anderes als ich es gewohnt war. Das war einfach überwältigend.“

Das traf auch auf die Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu. Da habe er zwar nur auf der Tribüne gesessen, sei aber von der Stimmung angetan gewesen, so Ernst.

Florian Ernst hat den Kirchhörder SC verlassen. © Nils Foltynowicz © Nils Foltynowicz

Und wo wird Andreas Ernst im kommenden Jahr im Tor stehen? Das wisse er noch nicht genau, die Gespräche würden laufen, Sorgen habe er aber keine: „Ein paar, hoffentlich erfolgreiche Jahre habe ich ja noch vor mir, mit 27 bist du ja als Torwart eher jung.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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Peter Kehl

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