In Dortmund ist es am Sonntag bei einem Testspiel zu einem Spielabbruch gekommen. © Jens Lukas
Amateurfußball

Kurioser Spielabbruch in Dortmund: Gästespieler verlassen nach 70 Minuten einfach den Platz

Am Sonntagnachmittag ist es bei einem Amateurfußballspiel in Dortmund zu einem kuriosen Spielabbruch gekommen. Beim Stande von 4:3 für die Heimelf verließen die Gästespieler plötzlich den Platz.

Die Zahl der Fußball-Testspiele im Dortmunder Amateurfußball nimmt immer weiter zu. Das ist eine erfreuliche Nachricht nach zuletzt so langer Corona-Pause. Dass damit auch die Zahl an Spielabbrüchen steigt, ist weniger erfreulich, oft aber nicht vermeidbar. Nach langer Zeit ist es am Sonntag bei einem Testspiel zwischen zwei Dortmunder Klubs zu einem Abbruch gekommen. Der Grund ist kurios.

In der 70. Spielminute führte die Heimelf mit 4:3. Die Heimelf in dieser Geschichte ist die Reservemannschaft von RW Germania, die in der Kreisliga B1 Dortmund spielt. Ihr Gegner an diesem Sonntag war der FC Ezidxan, zuletzt C-Ligist in der Staffel 6. In eben jener 70. Minute kam es dann zum Streit zwischen mehreren Spielern. Beteiligt sollen – nach Angaben von Christian Gries, Sportlicher Leiter RW Germania – aber nur Akteure der Gästemannschaft gewesen sein. „Sie haben sich untereinander an den Köpfen gehabt und haben dann das Spielfeld verlassen, weil sie sich selbst nicht einig gewesen waren. Nach zehn Minuten hat der Schiedsrichter dann das Spiel abgebrochen“, so Gries.

Gries: „Die Gegenspieler hatten nur untereinander Probleme“

Es seien allerdings keine dramatischen Aktionen gewesen. „Das Spiel lief auch völlig normal und fair. Die Gegenspieler hatten nur untereinander Probleme“, sagt Gries, der keine Handgreiflichkeiten oder Ähnliches gesehen habe, sondern „lediglich“ verbale Auseinandersetzungen.

Volker Schneeloch, Staffelleiter mehrerer B-Ligen vom Kreis Dortmund, bestätigt die Ausführungen von Gries. „Es ist so, dass die Spieler von Ezidxan in arabischer Sprache diskutieren haben sollen. Zwei, drei Spieler sind dann zum Schiedsrichter gegangen und haben ihm gesagt, dass sie nicht mehr spielen wollen. Da war keine Gewalt im Spiel“, sagt Schneeloch abschließend.

Vom FC Ezidxan war – trotz mehrfachen telefonischen Versuchs – keine Stellungnahme zu den Geschehnissen am Sonntagnachmittag zu bekommen.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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