2. Bundesliga

Letztes Jahr noch für Paris St. Germain in der Champions League, nun zwei Tore gegen Berghofen

Der SV Berghofen verliert erneut, die Chancen auf den Klassenerhalt schwinden dahin. Beste Spielerin beim VfL Wolfsburg II: eine norwegische Nationalstürmerin mit Champions-League-Erfahrung.
Der SV Berghofen verlor am Donnerstag erneut. © imago images/foto2press

Erneute Niederlage für die Berghofer Frauen. Nach der 0:2 (0:1) – Niederlage gegen den VfL Wolfsburg II sind die Chancen des Zweitligisten auf den Ligaerhalt weiter gesunken.

Auch den kühnsten Optimisten wird der Glaube fehlen den Klassenerhalt direkt zu schaffen: Bei drei noch ausstehenden Partien und neun Zähler Rückstand zum rettenden Ufer ist der direkte Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur.

Durchschlagskraft fehlt im Strafraum

Allerdings besteht weiterhin die realistische Möglichkeit auf Platz 6 zu springen, der zu einer Relegation gegen einen Vertreter der Südgruppe berechtigt. Allerdings beträgt der Rückstand auf den begehrten Platz auch schon fünf Zähler. Lediglich sieben erzielte Tore in dreizehn Spielen verdeutlichen das Dilemma des SV Berghofen: Ohne die verletzte Torjägerin Anna Spitthoff fehlt es einfach an Durchschlagskraft am und vor allem im Strafraum der Gegnerinnen.

„Wir haben uns teilweise gut in die Box kombiniert, in Strafraumnähe fehlte uns allerdings die Entschlossenheit und die Kaltschnäuzigkeit“, stellte Trainer Ersin Ekiz fest. Im Abschlusstraining am Mittwoch erreichte die Berghoferinnen dann noch eine Hiobsbotschaft: Sophia Meyer verdrehte sich das Knie und konnte nicht auflaufen. Die genaue Diagnose über die Schwere der Verletzung steht allerdings noch aus.

Norwegerin entscheidet das Spiel

Gefeierte Akteurin aufseiten der Gäste war Karina Saevik die mit Ihrem Doppelpack (38. / 56. Minute) für den 2:0-Erfolg ihrer Mannschaft sorgte. Saevik spielte in dieser Spielzeit bereits 14 Spiele für die erste Mannschaft des VfL in der Ersten Bundesliga. Erst letzte Saison lief sie noch für Paris St. Germain auf, spielte dort auch regelmäßig in der Champions League.

„Vor dem Gegentor zum 0:1 hätten wir die Situation mit einem taktischen Foul bereinigen können, aber wir waren in der besagten Szene einfach zu brav“, kstellte Trainer Ersin Ekiz fest. Die Frauen des SV Berghofen gaben auch nach dem 0:2 Rückstand nicht auf, setzten in der Offensive alles auf eine Karte, letztlich aber erneut vergeblich. Ein Torerfolg blieb dem SVB versagt.

„Nach den vielen Misserfolgen in den letzten Wochen fehlt uns in der Offensive auch ein Stück weit das Selbstvertrauen“ ergänzt Trainerin Laura Marienfeld. Bereits am Sonntag um 14. Uhr geht es für die Berghoferinnen weiter. In Bielefeld gegen die punktgleiche Arminia soll es endlich mit einem Sieg klappen, um die kleine Chance auf das Erreichen der Relegation aufrecht zu halten.

SV Berghofen: Willebrandt – Finzel, (63. Witt), Peck, Dubbel (80. Kschiedel) – M. Sommer (55. L.B. Sommer), Gödecke, Grothe, Tautz (62. Erhardt), Kaleja (56. Kufner) – Plastwich, Krapp – Tore: 0:1 Saevik (38.), 0:2 Saevik (35.)