Der leichteste Weg raus der Pandemie: sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. © picture alliance/dpa
Meinung

Liebe Fußballer, lasst euch verdammt noch mal impfen, wenn euch euer Sport etwas bedeutet

Die Impfquote sinkt, die Inzidenzen steigen. Beides langsam, aber stetig. Unser Autor findet: Alle Amateurfußballer sollten sich impfen lassen, wenn ihnen etwas an ihrem Sport liegt.

Liebe Fußball-Community,

mit Sorge blicke ich aktuell auf die steigenden Inzidenz-Zahlen. Nicht, weil diese sonderlich hoch sind, doch vor allem deshalb, weil es wieder viele einzelne Ansteckungen mit dem Coronavirus gibt, die dafür sorgen, dass hunderte Menschen in Quarantäne müssen.

So zuletzt in mehreren Klubs in Niedersachsen (Hannover/Osnabrück) und Nordrhein-Westfalen (Aachen). Hunderte mussten in Quarantäne, zumeist wegen einer Corona-infizierten Person.

Es ist genügend Impfstoff da

Ich appelliere deshalb an alle Fußballer, die es noch nicht getan haben: Lasst euch verdammt noch mal impfen, wenn euch auch nur irgendetwas an eurem Sport liegt.

Der Teufelskreis der vergangenen Saison wird sich sonst fortsetzen. Teams hocken in Kabinen aufeinander und ein Infizierter reicht bereits, um ein ganzes Team in Quarantäne zu schicken oder so zu dezimieren, dass es nicht mehr antreten kann.

Aktuell sinkt die Impfquote drastisch, obwohl mittlerweile – wie von der Bundesregierung versprochen – genügend Impfstoff da ist.

Der Nutzen der Impfung wird von Impf-Verweigerern bezweifelt. Genau so die Folgen. Blanker Hohn für die mehr als 90.000 Menschen, die am Coronavirus in Deutschland starben. Mehr als vier Millionen waren es weltweit. Über Verschwörungstheoretiker oder anderweitige Schwurbler fange ich hier gar nicht an zu schreiben, die sind es nicht wert. Die Zahlen beweisen es ja: Mehr als 99 Prozent der Infizierten sind nicht gegen Corona geimpft.

Es ergibt sich aber ein großes Problem, wenn das Impftempo weiter runtergeht: Impfverweigerer könnten in Zukunft dafür verantwortlich sein, dass ihre Teamkollegen ihrem liebsten Hobby, ihrer größten Leidenschaft nicht nachgehen können.

Es kommt hier nicht auf den Staat an

Ich fordere hiermit keine Impfpflicht. Der Staat hat in den vergangenen anderthalb Jahren ausreichend Befugnisse genutzt und Einschränkungen über das Leben der Gesellschaft erlassen. Teils sinnig, teils unsinnig.

Wir, die Gesellschaft, und vor allem diejenigen, die zweifeln und skeptisch gegenüber der Impfung sind, sind jetzt an der Reihe. Wir sollten vernunftbasiert handeln, wenn es nicht schon geschehen ist. Zum Schutz der eigenen Person, der Familie, der Freunde und Mitmenschen. Und damit der Fußball weiterlaufen kann, ihr eure Vereine und Mannschaftskollegen nicht im Stich lasst.

Also, wenn Ihr nicht erneut monatelang auf Fußball verzichten wollt, lautet mein eindringlicher Appell an Euch, liebe Fußballer: Lasst euch endlich impfen!

Über den Autor
Journalismus ist meine Passion. Seit 2017 im Einsatz für Lensing Media. Immer auf der Suche nach Hintergründen, spannenden Themen und Geschichten von Menschen.
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David Nicolas Döring

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