Anne-Catherine Kufner (l.) ist zurück. © Nils Foltynowicz
Fußball

Nach 18 Monaten endlich zurück – „Natürlich kann ich dem Team helfen“

Der Zweitligist SV Berghofen durchlebt aktuell einen Negativlauf. Da kommt es zur rechten Zeit, dass die Kapitänin endlich zurück ist.

Der Frauen-Fußball Zweitligist SV Berghofen bestreitet am morgigen Sonntag um 11 Uhr sein nächstes Auswärtsspiel, diesmal geht es zu RB Leipzig. Vor der Partie sprachen wir mit der Kapitänin Anne-Catherine Kufner, die nach fast achtzehn Monaten Pause am vergangenen Sonntag gegen den FSV Gütersloh mit einem Kurzeinsatz ihre Rückkehr auf das Spielfeld feiern konnte. Die 25-Jährige soll mit ihrer Erfahrung vor allem für die nötige Ruhe im Aufbauspiel der Berghoferinnen sorgen.

Wie geht es Ihnen gesundheitlich nach der langen Pause?

Ich habe die 18-monatige Ausfallzeit ganz gut verkraftet. In den schwierigen Zeiten der Reha half mir vor allem der enorme Zuspruch durch meine Familie.

Sind Sie wieder vollständig fit oder fehlt noch etwas zur alten Leistungsstärke?

Natürlich fehlt mir noch etwas die Fitness. Auch an der Spritzigkeit hapert es noch. In Zweikämpfen mit den Gegenspielerinnen verspüre ich weder Angst, noch habe ich ein ungutes Gefühl.

Können Sie Ihrer Mannschaft im Abstiegskampf trotz der fehlenden Spielpraxis schon helfen?

Natürlich kann ich dem Team ein Stück weit helfen, sonst würde mich unser Trainerteam ja nicht einwechseln. Ich versuche durch meine Präsenz, mein Stellungsspiel und viel Kommunikation meine Mitspielerinnen zu unterstützen.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft nach sieben Spielen ohne Sieg?

Natürlich geht das Ganze nicht spurlos an der Mannschaft vorüber. Aber wir blasen kein Trübsal. Für uns ist jedes Spiel ein Endspiel. Bei der 0:2-Niederlage gegen Jena haben wir in der Defensive kompakt gestanden und gute Ansätze gezeigt. Das sollte uns für Leipzig Mut machen.

Wie wahrscheinlich ist der Klassenerhalt für den SV Berghofen?

Wir glauben an den Klassenerhalt und haben eigentlich nichts zu verlieren. Es ist noch alles möglich. Zum Relegationsplatz fehlen lediglich fünf Tore. Bei vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer sollte uns keiner abschreiben.

Gastgeber Leipzig wartet auch bereits seit vier Spielen auf einen Sieg. Mit welchen Erwartungen fahren Sie nach Sachsen?

Leipzig hat eine junge Mannschaft mit viel Potenzial, die vor allem in der Offensive durch ihre häufigen Positionswechsel schwer zu greifen ist. Wenn wir unsere starke Leistung aus der ersten Hälfte im Spiel gegen Jena über neunzig Minuten abrufen können, sehe ich uns nicht chancenlos.

Was sind die Gründe für die Negativserie von zuletzt sieben Spielen ohne Sieg?

Die zweite Liga ist für uns ein großes Abenteuer. Jena und der FSV Gütersloh waren zu starke Gegner. Bei den Unentschieden gegen Wolfsburg II und Arminia Bielefeld haben nur Nuancen zum Sieg gefehlt. Bei der 1:5-Klatsche gegen Potsdam hatten wir kollektiv einen ganz schlechten Tag erwischt. Trotz der zuletzt wenig erfreulichen Ergebnisse haben wir als Mannschaft dennoch enorme spielerische Fortschritte gemacht.

Über den Autor
Freier Mitarbeiter
Baujahr 1965, gebürtiger Dortmunder, der sich seit fast zwanzig Jahren auf den Sportplätzen tummelt und den Dortmunder Amateurfußball mit all seinen Facetten kennt.
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Frank Büth
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