Tim Schwarz (l.) und die zweite Mannschaft des ASC 09 sind verspätet in die Bezirksliga-Saison gestartet. © Stephan Schuetze
Amateurfußball

Nach 2:5-Pleite gegen A-Ligisten: Muss man sich Sorgen um den ASC 09 II machen?

1:0 zur Pause geführt und dann eine deutliche Klatsche kassiert: Das passierte der Reserve des ASC 09 Dortmund am vergangenen Sonntag gegen den A-Kreisligisten VfL Kamen.

Die Reserve des ASC 09 Dortmund hat noch einiges zu tun in der Sommervorbereitung. Das zeigte sich im zweiten Testspiel gegen den A-Kreisligisten VfL Kamen. Trotz 1:0-Halbzeitführung unterlag die Oberliga-Reserve klar mit 2:5 – und das obwohl die Aplerbecker eine Liga höher als die Kamener spielen.

„Man hat gemerkt, dass wir eine lange Pause hatten. Konditionell sind wir einfach noch nicht so weit“, lautet das nüchterne Fazit von Trainer Tim Schwarz. Weil zudem einige Akteure angeschlagen fehlten und andere im Urlaub weilen, habe man nicht so durchwechseln können wie erhofft.

Das Aplerbecker 1:0 durch David Adams konterten die Gastgeber durch fünf Treffer in der 52., 55., 70., 72. und 77. Minute. Lediglich Ergebniskosmetik gelang dem ASC II noch durch Jacques Giering in der 83. Minute. Wenn schon eine so hohe Pleite gegen einen A-Ligisten zustande kommt, muss man sich da Sorgen um den ASC II machen?

Zumal das Team einen größeren Umbruch vollzieht. Viele Spieler, die zuletzt in der Oberliga-Reserve spielten, sind in die dritte Mannschaft gegangen. Dafür stocken viele Spieler den Kader auf, die gerade den Weg aus dem Junioren- in den Seniorenfußball gehen.

„Nein“, sagt Trainer Schwarz. Um den ASC II müsse man sich keine Sorgen machen. „Der VfL Kamen ist auch keine reine A-Liga-Truppe. Dort spielen viele Fußballer, die früher ab Westfalenliga und höher gespielt haben. Gegen den SSV Mühlhausen-Uelzen gab es eine Woche zuvor für Kamen einen ähnlichen Verlauf (6:2 für Kamen, Anm. d. Red.). Und Mühlhausen hat bei uns in der Liga vergangenes Jahr jedes Spiel gewonnen.“ Von daher wisse der Trainer das Ergebnis gut einzuordnen.

In der Vorbereitung lege er nun viel Wert darauf, dass die vielen neuen Spieler zu einem Team zusammenwachsen. „Wir müssen außerdem die vielen taktischen Dinge wieder reinbekommen. Es dauert Zeit nach so langer Zeit, bis die ganzen Abläufe wieder da sind.“

Für die kommende Bezirksliga-Spielzeit gibt der Trainer das Ziel „gesichertes Mittelfeld“ vor. „Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben“, erklärt er. Nach so langer Pause werde man aber erst nach den ersten Wochen sehen, wohin die Reise gehe. „Es kann schwierig werden. Wie bei jeder Mannschaft wird es davon abhängen, wie man in die Saison startet. Unser Ziel ist es, einen guten Start zu erreichen, um den Druck rauszunehmen.“

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