Florian Juka (M.) hat eine Antwort gegeben. © Stephan Schuetze
Fußball-Landesliga

Nach Disput mit Kalpakidis: Florian Juka feuert auf seine Art vierfach zurück

Florian Juka und sein Trainer Dimitrios Kalpakidis hatten nach Jukas Auswechslung gegen Kaiserau Stress. Am Sonntag feuerte Juka auf seine eigene Art vierfach zurück.

Es war eine intensive Woche für Florian Juka. Der Offensivspieler von Türkspor Dortmund, der sich nach seiner Auswechslung im Spiel gegen den SuS Kaiserau in seiner Ehre verletzt sah, kritisierte öffentlich seinen Trainer. Kalpakidis drohte daraufhin öffentlich mit Konsequenzen. Das Duo sprach sich aus. Am Wochenende feuerte Juka auf seine Art vierfach zurück.

Florian Juka ließ eine Reaktion folgen und gab die passende Antwort auf seine Kritik Anfang der Woche. Der Offensivmann schnürte am Sonntag in einem Fußballspiel einen Viererpack. Was verwundert: Juka stand nicht im Kader der ersten TSD-Mannschaft, sondern in jenem der Reserve, die sich mit einem 4:4-Remis vom TV Brechten trennte. Die Landesliga-Truppe, dessen Meisterschaftsspiel kurzfristig abgesagt wurde, testete ihr Form beim BV Westfalia Wickede. Türkspor verlor mit 0:3 – ohne Juka.

Florian Juka zeigt sich verwundert

„Ich war schon verwundert, dass ich in die zweite Mannschaft runtergehen musste. Unsere Probleme hatten Dimi und ich persönlich geklärt. Am Freitag rief er mich an und bat mich darum, gemeinsam mit meinem Mitspieler Alihan Kurgan in die zweite Mannschaft zu gehen. Ich hätte natürlich lieber in der Ersten gespielt, habe mich aber zur Verfügung gestellt“, so Juka, der allerdings auch in seiner typischen Manier betont, dass die B-Liga eigentlich nicht sein Niveau sei.

In der Reserve lief es gut für den Angreifer. Er sammelte wichtige Spielzeit über 90 Minuten, traf vierfach und holte sich nach dem Spiel via Handy noch ein Lob von Kalpakidis ab. „Er hat mir geschrieben, dass er stolz auf mich ist. Ich denke mal, dass die Sache zwischen uns jetzt gegessen ist“, sagt Juka, der nun aber hofft, im kommenden Spiel wieder im Kader der Landesliga-Elf zu stehen. Dann geht es nämlich gegen den Spitzenreiter SV Horst-Emscher.

Kalpakidis lobt Florian Juka nach dessen Auftritt

Aber was sagt Kalpakidis zu seinem Schützling? Plant er wieder mit ihm? Und war Jukas Abstellung für das B-Liga-Spiel eine Retourkutsche von Kalpakidis? „Florian Juka konnte am Donnerstag und Freitag aus beruflichen Gründen nicht mittrainieren. Ich hätte ihn auch nach Wickede mitnehmen können, aber für mich war wichtig, dass er dem Verein 90 Minuten weiterhelfen kann. Das hat er in der zweiten Mannschaft mit vier Treffern hervorragend gemacht“, so Kalpakidis über Juka, der die richtige und passende Antwort gegeben habe.

Falls Juka in dieser Woche durchtrainieren könne, dann sei es zudem laut Kalpakidis auch überhaupt nicht unwahrscheinlich, dass der Offensivspieler in der ersten Mannschaft von Beginn an auflaufen könne. „Rein sportlich bringt er sehr viele gute Sachen mit. Wenn er fit ist, ist er schwer zu stoppen. Das Problem ist, dass er manchmal sehr schnell reizbar ist“, sagt Kalpakidis.

Kalpakidis zeigt sich enttäuscht

Vom allgemeinen Auftritt seiner Mannschaft in Wickede war Dimitrios Kalpakidis hingegen sehr enttäuscht. „Wir haben es nicht geschafft, das Spiel vernünftig aufzuziehen. Die Niederlage hat uns zurück auf den Boden der Tatsachen gebracht. Das Testspiel war ein Warnschuss“, so Kalpakidis.

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Sportredaktion Dortmund
Ist bereits seit Kindesbeinen an von Ballsportarten – insbesondere Fußball – fasziniert. Stets neugierig auf der Suche nach Geschichten, auch abseits des Ballsports. Die Liebe zum Journalismus entdeckte er über sein großes Hobby: Fotografie. Gebürtig aus Selm, mittlerweile in Lünen wohnhaft.
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Patrick Schröer

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