Manfred Schnieders bittet um Entschuldigung © Leistner, Andreas
Fußball

Nach schlechter Kommunikation: Der FLVW bittet die Vereine um Entschuldigung

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen hat sich abermals bei den Vereinen per Mitteilung gemeldet. Diesmal räumt der Verband Fehler ein.

Der FLVW holt mit fast 20 Stunden Verspätung nach, was er eigentlich im ersten Anschschreiben an die Vereine hätte machen müssen – sie vernünftig zu informieren. Im Schreiben an die Vereine von Dienstagabend hieß es: „Für den Amateurfußball gilt ein Turnierverbot bis einschließlich zum 31.08.2021.“ Eine weitere Erklärung folgte nicht.

Aus diesem Satz ließ sich weder schließen, dass das eine Verordnung des Landes NRW sei, noch, dass es Ausnahmen geben könnte. So verkaufte es der FLVW aber später. Manfred Schnieders, Vizepräsident Amateurfußball im FLVW, hatte nach der Veröffentlichung erklärt, dass es in der aktuellen Corona-Schutzverordnung stehe, dass Fußballturniere nicht stattfinden dürfen und dass das kein Verbot des Verbandes sei. In der Verordnung steht aber, dass ab dem 1. September wieder Sportfeste stattfinden dürfen. Von Verboten ist da nichts zu lesen und das Wort Fußball-Turniere taucht auch nicht auf.

Ein paar Stunden später klärte Schnieders weiter auf: „Die Turniere, die nicht stattfinden dürfen, sind die, an denen 10, 20 oder 30 Mannschaften an einem Tag um einen Pokal spielen. Und nicht die Turniere, die über mehrere Tage gehen und wo nur bis zu zwei Spiele am Tag stattfinden.“

Zu diesem Zeitpunkt standen die Handys der Vereinsvorsitzenden, die Turniere austragen möchten, schon längst nicht mehr still. „Ich habe sechs Stunden lang wegen des einen Satzes in der ersten Meldung telefonieren müssen. Und jetzt stellt sich heraus, dass unser Hecker-Cup doch stattfinden kann, obwohl es zuerst hieß, dass Amateur-Fußballturniere verboten seien“, sagt Michael Linke, Vorsitzender des ASC 09 Dortmund und Ausrichter des Hecker-Cups im Juli.

Der Verband bittet um Entschuldigung

Letztlich sah sich der Verband berufen, noch eine zweite Meldung an die Vereine zu schicken. Hier klärte er am Mittwochnachmittag auf, dass eine genauere Definition des Wortes Sportfestes aus der Verordnung nicht ableitbar sei.

„Nach Rücksprache gehen wir aber davon aus, dass unter der Definition Turniere gefasst sind, bei denen es geplant ist, an einem Tag mit mehreren Mannschaften ein Turnier in Form eines Sportfestes durchzuführen“, heißt es in dem Schreiben des Verbandes. Weiter heißt es: „Wir bitten die Irritationen zu entschuldigen und versichern, dass wir uns weiterhin vollumfänglich für weitere Lockerungen im westfälischen Fußball einsetzen werden.“

Der Verband hat letztlich Größe gezeigt und sich entschuldigt. Den unnötigen Stress, der den Vereinen auferlegt wurde, kann er aber nicht mehr rückgängig machen.

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Thomas Schulzke

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