Ajan Dzaferoski hat im Ausland zugeschlagen. © Stephan Schuetze
Fußball

Neues Management: Bövinghausen geht den nächsten Schritt in Richtung Profi-Fußball

Der TuS Bövinghausen will nach dem Aufstieg in die Westfalenliga möglichst schnell in die Oberliga. Dafür hat Präsident Ajan Dzaferoski nun einen ganz neuen Posten installiert.

Der TuS Bövinghausen hat Großes vor. Nachdem der Klub in der vergangenen Saison in die Westfalenliga aufgestiegen ist, soll es schnellstmöglich in die Oberliga gehen – und auch da sehen sie beim ambitionierten Verein nicht das Ende der Fahnenstange. Der Vereine möchte in den Profi-Fußball.

Um auch organisatorisch und substanziell mit dem sportlichen Aufstieg Schritt halten zu können, installiert Bövinghausens Präsident Ajan Dzaferoski zur neuen Saison einen ganz neuen Posten, den ein Spieler-Trio bekleiden wird.

Marko Onucka, der jüngst einen ganz besonderen Vertrag bei Bövinghausen erhielt, Benjamin Teichmöller und Philipp Rößler – das sind die Namen der drei Auserwählten von Dzaferoski. Einen Titel für die Arbeitsgruppe gibt es nicht, wohl aber eine Zielsetzung, wie der TuS-Präsident erklärt: „Sie sollen uns dabei unterstützen, den Verein noch professioneller aufzustellen.“

Die Bereiche, auf die Rößler und Co. ab dem Sommer vermehrt Einfluss ausüben sollen, sind zum Beispiel das Marketing, Sponsoring, aber auch die medizinische Abteilung und Social Media.

Ganz besondere Anerkennung und Wertschätzung

Philipp Rößler freut sich auf die neue Aufgabe: „Erstmal zeigt es die besondere Wertschätzung und Anerkennung von Vereinsseite, dass wir mit so etwas betraut werden. Für uns ist es richtig cool, noch als aktive Spieler solche Einblicke und Erfahrungen in diesen Bereichen zu sammeln.“

Rößler schreibt aktuell seine Masterarbeit in Sales Management. Wie Onucka (Wirtschaftsingenieurswesen) und Teichmöller (Wirtschaftswissenschaften) ist auch der 26-Jährige also keineswegs fachfremd, wenn es um den Ausbau der Infrastruktur bei Bövinghausen geht.

„Wirtschaft und Managament sind Themen, die mich schon lange faszinieren – das jetzt noch mit Fußball zu verbinden, ist optimal“, sagt Rößler. Zudem schaffe das Vertrauen Dzaferoskis in ihn und seine Mitstreiter eine ganz andere Bindung zum Klub.

Auch Onucka ist voller Tatendrang: „Ich hatte jetzt auch schon die Möglichkeit ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen und finde das sehr spannend.“ Gleichzeitig findet der 32 Jahre alte Stürmer auch mahnende Worte: „Die ganze Entwicklung muss aber nachhaltig sein. Wir sollten nicht zu viel wollen. Dafür möchte ich dann auch stehen.“

Trio ist noch in der Findungsphase

Wie genau die Aufgaben im Detail aussehen, das ist noch nicht zu hundert Prozent klar. „Wir sind ja noch mitten in der Findungsphase und das ist auch kein Prozess, den man jetzt mal eben so planen kann“, erklärt Rößler.

Sein Mitstreiter Marko Onucka nennt ein paar Beispiele, um was sich das Team kümmern könnte: „Eine Aufgabe könnte beispielsweise sein, dass wir Kooperationen ausbauen. Mehr mit Physiotherapeuten zusammenarbeiten oder mit Radiologen, damit die Spieler schneller an ein MRT kommen, sollten sie eine Verletzung haben.“

Ajan Dzaferoski verspricht sich viel von diesem Schritt – was er aber auch betont: „Die drei bleiben in erster Linie natürlich Fußballer. Der zeitliche Aufwand wird nicht so groß sein, dass das darunter leidet.“ Vielmehr würde sich der Arbeitsbedarf des Trios nach konkreten Aufgaben richten: „Vielleicht gibt es an einem Tag einen Termin, der zwei oder drei Stunden in Anspruch nimmt, an einem anderen Tag dann eine Stunde am Telefon.“ Es werde aber ganz sicher keine Tätigkeit werden, die die drei täglich beanspruchen wird.

Vieles steht und fällt mit sportlichem Erfolg

Denn über allem steht der sportliche Erfolg. Mit ihm steht und fällt vieles, das weiß auch Wirtschaftsexperte Rößler: „Der sportliche Erfolg steht ja in direktem Zusammenhang mit dem Drumherum: Als Oberligist würden wir als Kooperationspartner für Sponsoren oder Physiotherapie-Praxen direkt sehr viel reizvoller.“

Dem Oberliga-Aufstieg stehen – sollte die 50%-Regel greifen und das erscheint aktuell realistisch – noch neun Spiele im Weg. Dzaferoski rechnet pragmatisch vor: „Wir haben neun Endspiele vor uns. Gewinnen wir acht davon, steigen wir auf.“ Und dann erscheint der nächste Schritt in Richtung Profi-Fußball nur logisch. Marko Onucka, Benjamin Teichmöller und Philipp Rösler werden ihren Teil dazu beitragen – auf und neben dem Platz.

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Lukas Wittland

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