Ein Coach aus Unna steht demnächst in der 2. Bundesliga am Seitenrand. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Amateurfußball

Novum: Dortmunder Trainer trainiert zwei Mannschaften – bei zwei unterschiedlichen Klubs

Zwei Mannschaften, zwei unterschiedliche Vereine, ein Dortmunder Trainer. Eine absolute Rarität im Amateurfußball, doch er hat gute Gründe dafür.

Es ist die Freude eines jeden Vereinsvorsitzenden. Jemanden zu finden, der die nötige Passion mitbringt, den nötigen Willen und Einsatz.

„Meine Leidenschaft ist der Fußball“, sagt Nico Klotz. Er ist 26 Jahre alt und bereits als Trainer aktiv. Neben der Frauenmannschaft des TV Brechten in der Bezirksliga, trainiert er noch die U16 des FC Brünninghausen ab der kommenden Saison. Zwei Teams, zwei unterschiedliche Vereine und ein enormer Zeitaufwand.

Sechs Trainingseinheiten pro Woche plus zwei Spiele

Doch Klotz macht es gerne, denn der Fußball ist sein größtes Hobby. „Alles, was mit Fußball zusammenhängt, mache ich gerne und macht mir Spaß“, sagt er. Weshalb er auch unter der Woche mehrere Trainingseinheiten auf sich nimmt, sowie demnächst zwei Spiele am Wochenende, sobald es die Coronavirus-Pandemie wieder zulässt. Insgesamt sind es sechs Einheiten pro Woche. Nachmittags heißt es dann auch mal, dass er erst in Brünninghausen trainiert und im Anschluss nach Brechten fährt. „Ich mache beides mit 100 Prozent“, sagt er.

Doch die Priorität ist klar gesetzt: Beim TV Brechten ist er Cheftrainer, in Brünninghausen arbeitet er als Co-Trainer gemeinsam Julian Berkenbusch. „Bei den Spielen wird er dann entscheidend sein“, sagt Klotz. Die U16 des FCB wird wohl sonntagmorgens spielen, am Nachmittag die Frauenmannschaft des TVB. Je nach zeitlichem Abstand werden beide Spiele drin sein. Wenn das nicht der Fall ist, geht der TV Brechten vor, dort ist er Chefcoach. „Das ist auch genau so abgesprochen“, betont Klotz.

Aufstieg in die Landesliga ist das Ziel

In der vergangenen Saison, die wegen der Coronavirus-Pandemie nun annulliert wird, ist Klotz mit Brechten durchgestartet, hatte jedes Spiel gewonnen. „Es sollte das Ziel sein, um den Aufstieg in die Landesliga mitzuspielen“, fordert Klotz. Die Breite des Kaders würde dies hergeben, auch die spielerische Qualität.

Bald sollen dann auch die ersten Trainer-Lizenzen hinzukommen. Die Pandemie hat dies zunichtegemacht, doch sobald es möglich ist, plant Klotz die ersten Zulassungen zu erlangen.

Auch um die Zeit aktuell rumzubekommen und weil der Fußball seine größte Leidenschaft ist, arbeitet er momentan an einem Fußballtalk-Format, welches bereits auf Youtube läuft. Alles dreht sich um Fußball, das ist bei Klotz klar.

Über den Autor
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David Nicolas Döring

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